Preissteigerungen

Billigflieger können Niedrigpreise nicht halten

Billigflieger sind nach wie vor beliebt und Anfang 2014 wurden wieder mehr Strecken von Low-Cost-Flügen bedient.

Flugzeug© spooh / iStockphoto.com

Billigflieger sind nach wie vor beliebt und Anfang 2014 wurden wieder mehr Strecken von Low-Cost-Flügen bedient. Das ist eine der Aussagen aus dem „Low Cost Monitor" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die kaum überraschen dürfte. Dass die Billigflieger aber gar nicht mehr so billig sind wie sie es einmal waren, ist ein weiteres Ergebnis, das für Urlauber oder Geschäftsreisende von größerem Interesse sein könnte.

Preisunterschiede unter den Airlines

Dem Bericht zufolge sind die Preise seit den Anfangszeiten der Billigflieger erheblich gestiegen: Ein Ticket für einen Billigflug auf dem deutschen Markt kostete im Frühjahr 2013 durchschnittlich zwischen 70 und 160 Euro. Am teuersten schnitt dabei Air Berlin mit einem Durchschnittspreis von 158,64 Euro ab. Den günstigsten Preis lieferte Wizz mit durchschnittlichen 69,99 Euro. Mit 78,78 Euro lag Ryanair auf dem zweiten Platz und Germanwings fand sich mit 97,44 Euro für ein Ticket auf dem dritten Platz wieder, berichtet die Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau.

Preis abhängig vom Buchungszeitpunkt

Die Untersuchung kontrollierte die Flugpreise für ausgewählte Flüge am nächsten Tag, in einer Woche, in einem Monat und in drei Monaten. Die Spannbreite für die Preisschwankungen habe sich verringert, dennoch könnten die Preise sich täglich stark ändern. Wie viel man zahle, hänge vom Zeitraum der Buchung ab.

Mittlerweile haben Billigflieger einen Anteil von 27 Prozent an den Flügen im europäischen Luftraum, dem DLG zufolge fliegt nahezu jeder Dritte mit den günstigen Airlines. Der größte Anbieter mit 1.700 Starts und Landungen pro Woche sei Air Berlin. Insgesamt werden laut DLR im Schnitt 4.000 Billigflüge pro Woche angeboten.

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