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Bessere Ausbildung für Fahranfänger in der Diskussion

Gerade Fahranfänger bauen viele Unfälle, haben wenig Erfahrung und ihr Fahrzeug nicht gut genug im Griff.

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Gerade Fahranfänger bauen viele Unfälle, haben wenig Erfahrung und ihr Fahrzeug nicht gut genug im Griff. Die Gruppe der jungen Fahrer (18 bis 24 Jahre) verursacht etwa 30 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Todesfolge, so der ADAC. Zudem fällt jeder dritte bis vierte Fahrschüler durch einen Teil der Prüfungen. Auf dem 51. Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar wird daher unter anderem darüber diskutiert, die Fahrausbildung zu verbessern. Dadurch würden wahrscheinlich die Kosten für den Führerschein steigen.

Betreuung für Fahranfänger auch nach der Fahrschule

Eine verlängerte Ausbildung könnte beispielsweise in Form von nachträglichen Kontrollfahrten erfolgen. Auch der ADAC ist der Meinung, dass der Zeitraum nach Erhalt der Fahrerlaubnis besser als bisher und professionell betreut werden muss. Fahrsicherheitstrainings beispielsweise böten eine Gelegenheit für junge Fahrer, eine Rückmeldemöglichkeit zur Fahrkompetenz zu erhalten und beugen einer Überschätzung der eigenen Fähigkeiten vor. Die Konsequenz dieser Maßnahmen wären natürlich höhere Kosten für den Fahranfänger. Dabei ist die Fahrerlaubnis schon recht kostspielig: Fahrschüler zahlen bis zum Führerschein derzeit im Durchschnitt 1800 Euro.

Empfehlungen des Verkehrstags haben Einfluss

In Goslar findet jährlich der Deutsche Verkehrsgerichtstag statt. Hier treffen sich Juristen, Politiker und Fachleute, um verkehrs- und versicherungsrechtliche Themen zu diskutieren. Auf dem Verkehrstag werden Empfehlungen erarbeitet, die aber für den Gesetzgeber nicht verbindlich sind. Dennoch fließen die Ergebnisse häufig in die Gesetzgebung ein, wenn auch mit Verzögerung, wie jetzt beim reformierten Punktesystem. Die Reform wurde bereits auf dem 47. Verkehrsgerichtstag vorgeschlagen.

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