Preissteigerungen

Berliner Staatsoper verteuert sich wohl deutlich

Ein weiteres Großprojekt verschlingt offenbar deutlich mehr Geld als eingeplant.

Geld© emmi / Fotolia.com

Ein weiteres Großprojekt verschlingt offenbar deutlich mehr Geld als eingeplant. Im Falle der Berliner Oper "Unter den Linden" soll es ein Tunnel sein, der die Baukosten erneut in die Höhe treibt. Das berichtet das Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Bauexperten des Bundes.

Tunnel zum Magazingebäude

Die nicht näher benannten Experten würden alleine wegen des Tunnels von einer maßgeblichen Erhöhung der veranschlagten Baukosten ausgehen. Wofür braucht eine Oper einen Tunnel, möchte man fragen. Nun, die unterirdische Verbindung soll die Oper mit dem Magazingebäude, wo zum Beispiel die Kulissen aufgebaut werden, verbinden. Inzwischen fordern Experten bereits, auf den Tunnel zu verzichten. Berlin könne sich die Zusatzkosten dafür nicht leisten, sagte beispielsweise der Grünen-Abgeordnete und Bauingenieur Andreas Otto.

Nicht die erste Verteuerung

Wegen des Tunnelproblems, das alleine mindestens 22 Millionen Euro verschlingen soll, werde nun die gesamte Kostenkalkulation erneut auf den Prüfstand gestellt, berichtet das Hamburger Magazin. Zudem werde sich voraussichtlich auch der Termin der Wiedereröffnung verzögern. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich das Großprojekt verteuert: In der ersten Bauphase hatten Reste eines Holzfundaments in der Erde, mit denen offenbar im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu rechnen war, für Ärger gesorgt. Zudem sei ein Bunker unter dem Intendanzgebäude gefunden worden, den man hatte entfernen müssen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Mietvertrag

    Mietpreise in Großstädten steigen weiter

    Die Mietpreise in Berlin und München sind in den letzten 2 Jahren stärker gestiegen als vor der Einführung der Mietpreisbremse, so eine Auswertung von immowelt. In Köln und Hamburg dagegen sieht es besser aus.

  • Geld

    Die öffentliche Verschwendung 2013

    Nun ist es raus, das neue Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler, und man kann mit Kopfschütteln gar nicht mehr aufhören.

  • Geld

    Baukosten sind um über 27 Prozent gestiegen

    Wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) jüngst in Berlin mitteilte, seien gestiegene Baukosten neben den hohen Energiepreisen ein weiterer maßgeblicher Treiber für immer höhere Mieten.

Top