Studie

Bequem und billig: So gehen die Deutschen am liebsten einkaufen

Beim Einkaufen wollen die Bundesbürger einer Studie zufolge vor allem eins: sparen. Dabei geht es aber nicht nur um Geld. Auch die Wege sollten bestenfalls kurz, das heißt alle Waren möglichst in ein und demselben Laden verfügbar sein.

19.08.2019, 14:44 Uhr (Quelle: DPA)
Lebensmittel© Eisenhans / Fotolia.com

Sonderangebote beim Einkaufen seien für fast zwei Drittel (65 Prozent) der Bundesbürger wichtig, berichteten die Marktforscher. Doch kaum weniger bedeutsam sei für die Verbraucher ein schneller Einkauf. Immerhin 59 Prozent der Kunden kaufen am liebsten dort, wo sie ihre Einkaufszettel rasch abarbeiten können. Eine fachkundige Beratung bei Käse, Wurst und Co. sei dagegen nur jedem Vierten Verbraucher wichtig.

Rund 193 Einkäufe pro Haushalt und Jahr

"Einkaufen muss praktisch sein", betonte Nielsen-Experte Frank Küver. Die Bundesbürger gingen immer seltener einkaufen, gäben dabei jedoch immer mehr aus. Im vergangenen Jahr war jeder deutsche Haushalt nach Angaben der Marktforscher im Schnitt rund 193 Mal einkaufen und gab dabei im Mittel jedes Mal rund 20 Euro aus. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 196 Einkaufe mit Ausgaben von 19,40 Euro.

Nielsen: Große Supermärkte profitieren aktuell

Am liebsten erledigen die Verbraucher Nielsen zufolge alle Einkäufe auf einen Rutsch. "Sie möchten für ihren Einkauf nicht viele verschiedene Geschäfte ansteuern, sondern neben Butter, Nudeln und Wurst an einem Einkaufsort auch eine breite Auswahl an Waschmitteln, Arzneimitteln und Kosmetik haben", sagte Klüver. Davon profitierten derzeit große Supermärkte mit entsprechend vielfältigem Angebot.

Doch auch Drogeriemärkte könnten bei den Verbrauchern mit ihrem vielfältigen Sortiment, ihren Preisen, attraktiven Eigenmarken und Trendprodukten punkten, berichteten die Marktforscher. Die Anzahl der Discounter und der kleinen Supermärkte mit weniger als 1.000 Quadratmetern und entsprechend überschaubarem Angebot sei dagegen rückläufig.

Studie: Online-Einkauf wird allmählich beliebter

Nach wie vor auf den Durchbruch warten muss in Deutschland Nielsen zufolge der Onlinehandel mit Lebensmitteln. Doch gebe es positive Zeichen für die E-Commerce-Anbieter. Durchschnittlich habe jeder deutsche Haushalt 2018 im Online-Handel rund 179 Euro für Waren des täglichen Bedarfs ausgegeben. Das seien 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gut gefällt den Bundesbürgern am Online-Einkauf von Waren des tägliche Bedarfs Nielsen zufolge die damit verbundene Zeitersparnis und die große Produktvielfalt im Internet. Gegen den Online-Einkauf sprachen in ihren Augen nicht zuletzt Extra-Kosten für den Versand und das fehlende Produkterlebnis.

Die Studie "Nielsen Consumers 2019" basiert auf Daten des Nielsen-Haushalts-Panels, das rund 20.000 deutsche Haushalte erfasst, auf Informationen aus dem Nielsen-Handelspanel und auf einer Reihe von Nielsen-Studien der vergangenen Monate.

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