5,5 Cent

Benzinpreise legen vor Oster-Reisewelle kräftig zu

Die Benzinpreis-Meldestelle soll es künftig richten: Kurz vor dem Beginn der Osterferien haben die Kraftstoffpreise an Deutschlands Tankstellen laut ADAC kräftig angezogen. Der Preis für einen Liter Diesel sei seit der Vorwoche um 5,5 Cent gestiegen und liege im bundesweiten Durchschnitt bei 1,435 Euro.

21.03.2013, 16:13 Uhr (Quelle: AFP)
Benzinpreise© Jürgen Fälchle / Fotolia.com

München/Berlin (AFP/dapd/red) - Das teilte der Automobilclub am Mittwoch in München mit. Ein Liter Super E10 koste im Schnitt 1,554 Euro. Dies sei ein Plus von 3,2 Cent gegenüber der Vorwoche. An den Rahmenbedingungen für die Findung der Benzinpreise habe sich seit der vergangenen Woche "nichts Gravierendes geändert", erklärte der ADAC. Als "eigentliche Triebfeder für den Preissprung" sei daher die bevorstehende Oster-Reisewelle zu vermuten.

Bundestag beschließt Spritpreisvergleich

Dieses Dauerärgernis, dass regelmäßig vor Feiertagen und zu Ferienzeiten die Kraftstoffpreise kaum nachvollziehbar steigen, will der Bundestag durch die sogenannte Markttransparenzstelle beseitigen - oder zumindest günstigeres Tanken ermöglichen. Dies beschloss der Bundestag am Donnerstag mit großer Mehrheit in Berlin. Nach dem Willen der Regierung soll der Spritpreisvergleich noch vor den Sommerferien kommen.

Autofahrer können den günstigsten Preis online abrufen

Mit der "Verordnung zur Markttransparenzstelle für Kraftstoffe" werden Betreiber von Tankstellen verpflichtet, ihre aktuellen Verkaufspreise an diese Stelle beim Bundeskartellamt zu melden. Sehr kleine Tankstellen können davon ausgenommen werden. Die erhobenen Daten werden dann elektronisch an Infodienste wie etwa den Herstellern von Navis, Anbietern von Smartphone-Apps und Betreibern von Internetportalen bis hin zum ADAC kostenlos und im Minutentakt zur Verfügung gestellt. Autofahrer können sich so über die für sie günstigste Tankstelle informieren.

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