Elementarschäden

Bei Unwetterschäden bleiben viele auf den Kosten sitzen

Hat ein Unwetter Schäden an Haus und Keller angerichtet, kommt die Versicherung nur in bestimmten Fällen für die Kosten auf. Hat man keinen Schutz gegen Elementarschäden vereinbart, bleibt man oft auf dem Schaden sitzen.

Geldanlage© svort / Fotolia.com

Halle (red) - "Für die finanziellen Folgen bei überfluteten Kellern, beschädigten Wänden und Inventar treten die Versicherungsunternehmen nur ein, wenn Elementarschäden mitversichert sind", so das Fazit der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt. Bei bloßen Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen ist das Unwetterrisiko dagegen nicht abgesichert.

Elementarschäden sind in DDR-Policen mitversichert

Glück im Unglück haben Betroffene, die zusätzlich in ihrer Wohngebäude- bzw. Hausratversicherung Elementarschäden mit versichert haben. Auch all jene, die die entsprechenden ehemaligen DDR-Policen weitergeführt haben, sind automatisch gegen Schäden durch Regenwasser oder über die Ufer tretende Flüsse versichert. Allerdings müssen Betroffene dabei vielfach den vereinbarten Selbstbehalt tragen. Daher ist es bei Altverträgen wichtig, sich die einzelnen Konditionen zum bestehenden Versicherungsschutz genau durchzulesen.

Auch andere Versicherungen können zuständig sein

Werden Schäden am Dach, Fenster oder Rollläden dagegen durch Hagel verursacht, tritt die Wohngebäudeversicherung ein. Trifft ein Hagelschaden beim Auto ein, haftet die Kfz-Teilkaskoversicherung.

Wichtig ist, so die Verbraucherzentrale, Schäden unverzüglich der Versicherung zu melden und die weitere Verfahrensweise abzustimmen. Verspätete Schadenanzeigen können schnell zu Ärger führen. Durch Fotos kann die Zerstörung oder die Beschädigung dokumentiert werden. Zu beachten ist auch, dass der Schaden in einem zumutbaren Rahmen so gering wie möglich zu halten ist, damit die Versicherung zahlt. Wurde der Versicherungsschutz aber bereits wegen des hohen Risikos abgelehnt, bleiben die Betroffenen auf ihren Schäden sitzen.

Ausführliche Infos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
  • Allianz

    Unwetter 2017: Allianz muss deutlich mehr Auszahlungen leisten

    Die Stürme im vergangenen Jahr kosten die Allianz richtig viel Geld. Die Auszahlungen für Katastrophenschäden stiegen erheblich. Die meisten Schäden sollen durch die Herbststürme "Xavier" und "Herwart" entstanden sein.

  • Unwetter

    Versicherungsschutz bei Gewitterschäden

    Gewitterschäden durch umstürzende Bäume und riesige Hagelkörner waren in den vergangenen Tagen keine Seltenheit. Fast ganz Deutschland hatte mit Stürmen und Schauern zu kämpfen. Bei derartigen Schäden greifen verschiedene Versicherungen und können im Schadensfall helfen.

  • Absicherung

    Wintertief Daisy: Versicherungsschutz im Schneechaos

    Das Wintertief Daisy hat in Teilen Deutschlands seine Spuren hinterlassen. Wie sieht es dabei jedoch mit dem Versicherungsschutz im Schneechaos für Fahrzeuge und Häuser aus?

  • Geldanlage

    Richtig versichert bei Herbststürmen

    Demnächst werden die ersten Herbststürme über das Land ziehen. Wer gut vorsorgt, bekommt im Fall der Fälle meistens seinen Sturmschaden ersetzt. Doch nicht jede Versicherung übernimmt jeden Schaden, schreibt die Oktober-Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest".

  • Versicherungsprämie

    Versicherungen zahlen für sturmbedingte Schäden

    Sturm beginnt nach der so genannten Beaufort-Skala ab Windstärke 9. Viele Versicherungen zahlen bereits bei "stürmischem Wind" der Stärke 8. Die AXA Versicherung informiert, welche Versicherung für welchen Schaden zahlt.

Top