Preissteigerungen

Bei Bankgebühren künftig aufmerksam bleiben

Experten raten dazu, die Bankgebühren künftig noch besser im Auge zu behalten.

Finanzen© M. K.-U. Häßler / Fotolia.com

Experten raten dazu, die Bankgebühren künftig noch besser im Auge zu behalten. Denn vor wenigen Tagen hat die Europäische Zentralbank erstmals Strafzinsen für Banken vorgesehen, die ihr Geld bei der Notenbank hinterlegen. Zwar versprechen die Banken derzeit, die Extrakosten nicht auf ihre Kunden abzuwälzen. Branchenkenner und Verbraucherschützer warnen aber bereits vor Gebühren durch die Hintertür.

Strafzinsen auf Kunden abwälzen?

Seit der ersten Juniwoche werden auch für Banken Strafzinsen fällig – und zwar bei der Zentralbank. Private Sparer haben nun zweierlei Befürchtungen: Banken könnten entweder die Zinsen für das Sparen weiter einstampfen oder aber den Negativzins an ihre Kunden weitergeben, berichtet focus.de. Die Entscheidung darüber liegt nun mal bei den Banken selbst; jedes Institut kann eigene geschäftliche Entscheidungen treffen. Gleichwohl geht man in der Branche davon aus, dass es letztendlich nicht zu Minus-Zinsen für private Kunden kommt.

Versteckte Bankgebühren

Sparkassen und Volksbanken zumindest wollen keinen Negativzins einkassieren. Verbraucherschützer fürchten allerdings, dass der Preisaufschlag an anderer Stelle stattfinden könnte, etwa über steigende Kontogebühren oder höhere Kreditkosten - wobei sich letzteres besser kaschieren ließe. Beispiele mit Negativzinsen gibt es im Übrigen sowohl aus Dänemark als auch aus der Schweiz. Branchenkenner vermuten, dass hierzulande eher mit versteckten Gebührenerhöhungen gearbeitet werden könnte. Dass die Banken ein Minusgeschäft machen werden, scheint Experten nur schwer vorstellbar.

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