Preissteigerungen

Baukosten sind um über 27 Prozent gestiegen

Wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) jüngst in Berlin mitteilte, seien gestiegene Baukosten neben den hohen Energiepreisen ein weiterer maßgeblicher Treiber für immer höhere Mieten.

19.11.2012, 09:00 Uhr
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Wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) jüngst in Berlin mitteilte, seien gestiegene Baukosten neben den hohen Energiepreisen ein weiterer maßgeblicher Treiber für immer höhere Mieten. Vor allem in Ballungsgebieten würden so dringend notwendige Neubauten verteuert.

Energiepreise in 12 Jahren um 112 Prozent gestiegen

Nach Einschätzung des Verbands der Wohnungseigentümer würden bezahlbare Mietwohnungen inzwischen wirklich knapp, vor allem in den Städten. Wesentlicher Preistreiber sei die massiv verteuerte Haushaltsenergie. Betrachte man die Preise für Gas, Heizöl und andere Haushaltsenergien losgelöst von den Strompreisen, so ergebe sich eine Steigerung von 112 Prozent gegenüber dem Jahr 2000. Die Steigerung beim Strompreis betrug im gleichen Zeitraum 78 Prozent, so der GdW.

Auch hohe Bau- und Dämmkosten verteuern das Wohnen

Preistreiber für das Wohnen seien aber auch die Baukosten, die von 2000 bis 2012 insgesamt um 27,5 Prozent gestiegen seien. Dabei hätten sich die Baustoffe stärker verteuert als die Arbeitskosten am Bau. Besonders die Kosten für die Materialien zur energetischen Sanierung wurden deutlich in die Höhe geschraubt. So seien die Preise für das Dämmmaterial für Rohre um 50 Prozent, die Preise für Wärmepumpen um 41 Prozent, für Brennwertkessel um 40 Prozent und für Dämmmaterial um 35 Prozent teurer geworden - jeweils im Vergleich zu den Preisen von 2000.

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