Elektromobilität

Batterien für Elektroautos sollen billiger werden

Die Entwicklung von Batterien für Elektroautos ist vor allem aufgrund hoher Kosten für Technik und Bauteile noch kein lohnendes Geschäft. Perspektivisch soll eine Serienproduktion günstigere Batterien ermöglichen. In der Branche hofft man, dass Deutschland zu einem Leitmarkt für E-Autos avanciert.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Derzeit kostet eine Lithium-Ionen-Batterie rund 1000 Euro pro Kilowattstunde. "Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2015 den Batteriepreis zu halbieren", sagte Alex Molinaroli, Präsident von Johnson Controls Power Solutions, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche.

Zukunftsmarkt Elektromobilität

Seit 2008 produziert der größte Hersteller von Autobatterien Lithuim-Ionen-Akkus für die Autoindustrie, die unter anderem bei Hybridautos von Mercedes und BMW eingesetzt werden. Das laut Molinaroli größte Problem bisher: Die Batterieentwicklung ist sehr kostenintensiv, eine Produktion ist daher erst in großen Stückzahlen lohnenswert. Johnson Controls setzt trotzdem langfristig auf die Erzeugung von Hochleistungsakkus. Bisher werden noch keine Gewinne eingefahren, aber das Unternehmen will seine Branchenposition ausbauen und Präsenz in diesem Zukunftsmarkt zeigen.

Staatliche Hilfe gefordert

Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, in Deutschland bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos neu zuzulassen. Um dieses Ziel durchzusetzen, fordert Molinaroli staatliche Hilfe, denn die Komponenten sind sehr teuer und die Technik kompliziert. Johnson Controls will in den nächsten Jahren seine Ausgaben in diesem Bereich verdoppeln. Der Präsident des Konzerns hält es für möglich, in Deutschland den Leitmarkt für das Elektroauto zu etablieren.

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