Geschlossen

Barmer, AOK & Co: Kassen machen Filialen wegen Coronavirus dicht

Die Krankenkassen Barmer, AOK und DAK schließen im Zuge der Corona-Krise ihre Kundencenter. Bei der Barmer gilt das bundesweit. Bund und Länder haben drastische Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

17.03.2020, 10:44 Uhr (Quelle: DPA)
Mundschutz bei Krankheit© Robert Kneschke/ Adobe Stock

Die Barmer Krankenkasse schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend ihre bundesweit rund 400 Geschäftsstellen. Dies gelte ab sofort, sagte ein Sprecher am Montagabend. "Als große Krankenkasse mit rund 9 Millionen Versicherten und 15.000 Mitarbeitern stehen wir in der besonderen Verantwortung, einen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu leisten und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", hieß es in einer Mitteilung.

Der Kundenservice soll aber bestehen bleiben - per Telefon, via Mail und im Internet gebe es eine "Rund-um-die-Uhr-Betreuung", hieß es. Wer dringend eine persönliche Beratung braucht, könne außerdem telefonisch einen Einzeltermin vereinbaren.

Neben Barmer schließen auch weitere Krankenkassen ihre Kundencenter

Bund und Länder wollen mit drastischen Maßnahmen die Ausbreitung des Coronavirus ausbremsen. Es gehe darum, soziale Kontakte zu verringern. Das wirtschaftliche Leben, die Energieversorgung und die medizinische Versorgung sollten aufrecht erhalten werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag. Das Gesundheitssystem solle nicht überfordert werden.

Auch weitere Krankenkassen machen die Servicecenter dicht. Dazu zählt beispielsweise die DAK, die bundesweit rund 400 Kundencenter schließt. Auch die AOK hat in einigen Bundesländern eine größere Zahl an Geschäftsstellen geschlossen. Auch hier wird auf die Kontaktaufnahme per Telefon und Internet verwiesen.

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