E-Plus und Targobank

Bargeldlos zahlen mit Chip zum Aufkleben

Der Mobilfunkanbieter E-Plus und die Targobank führen als nach eigenen Angaben erste Anbieter ein deutschlandweites System zum kontaktlosen Bezahlen ein. Dazu vertreiben die Unternehmen ab sofort in ihren Filialen und im Internet Bezahlchips, die etwa auf der Rückseite von Handys geklebt werden können.

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Düsseldorf (afp/red) - Die Bezahlinformationen auf dem Chip könnten dann an speziellen Kassen ausgelesen werden. Der Bezahlchip komme vom Kreditkartenanbieter Mastercard und funktioniere letztlich wie eine Kreditkarte, teilten Targobank und E-Plus mit. Vor dem Bezahlen müsse kein Guthaben auf den Chip aufgeladen werden. Die Bezahlbeträge würden wie bei einer normalen Kreditkarte von einem Bankkonto des Nutzers abgebucht. Die Übertragung der Daten an der Kasse erfolge kontaktlos per Funk über eine Entfernung von maximal vier Zentimetern. Die Bezahlform sei "mindestens so sicher wie herkömmliche bargeldlose Bezahlsysteme", erklärte die Unternehmen.

Chip kann auch auf andere Gegenstände geklebt werden

Bei dem neuen Bezahlsystem handle es sich nicht direkt um Bezahlen mit dem Handy, wie ein E-Plus-Sprecher erklärte. Der Bezahlchip könnte theoretisch auch auf andere Gegenstände wie etwa eine Geldbörse per Klebestreifen aufgebracht werden. E-Plus und die Targobank hielten die Verbindung von Handy und Bezahlchip jedoch für besonders geeignet, da Verbraucher ihre Mobiltelefone ständig mit sich führten.

Zwar seien auch in Deutschland schon Handys mit entsprechender Technologie erhältlich, in die spezielle SIM-Karten von Mobilfunkanbietern mit Bezahlfunktion eingelegt werden können, sagte der E-Plus-Sprecher. Das jetzt eingeführte Bezahlsystem nutze diese Technologie jedoch noch nicht. Hierzu arbeite E-Plus "wie alle anderen Netzbetreiber auch" noch an der technischen Umsetzung. Durch das Aufkleben der Chips könnten Verbraucher das neue Bezahlsystem aber nutzen, unabhängig davon, welches Handy sie hätten und bei welchem Mobilfunkbetreiber sie Kunde seien.

Bücher, Burger und Parfüm mit Chip bezahlen

Bezahlen mit den neuen Chips können Verbraucher etwa bei der Parfümerie Douglas oder dem Buchhändler Thalia. Bei Aral und McDonald's sowie den Supermarktketten Edeka und Tengelmann und anderen Unternehmen gibt es laut E-Plus und Targobank immer mehr Filialen, wo das kontaktlose Bezahlen möglich sei.

Die Telekom will noch in diesem Jahr zusammen mit Mastercard ein ähnliches System einführen. Außerdem betreibt die Telekom noch zusammen mit O2 und Vodafone eine Kooperation im Bereich mobiles Bezahlen. Auch dieses System soll bis Jahresende starten, wie ein O2-Sprecher sagte. Banken und Sparkassen erproben kontaktloses Bezahlen in einem Pilotprojekt im Großraum Hannover mit speziellen Bezahlkarten.

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