Einlagensicherung

Bankinsolvenz: Entschädigung wird künftig schneller ausgezahlt

Bei einer Bankinsolvenz verkürzt sich die Auszahlungsfrist der Einlagensicherung ab dem kommenden Monat. Die neue Frist ist eine Anpassung an die europäische Einlagensicherungsrichtlinie. Das betrifft unter anderem Festgeld-, Tagesgeld oder Girokonten.

30.05.2016, 15:41 Uhr (Quelle: DPA)
GeldnotBei einer Bankinsolvenz müssen Kunden nach 7 Arbeitstagen entschädigt werden.© Wavebreakmedia / Fotolia.com

Berlin - Bankkunden sollen in Zukunft im Fall einer Bankinsolvenz schneller eine Entschädigung erhalten. Die Auszahlfrist der gesetzlichen Einlagensicherung verkürzt sich in Deutschland ab 1. Juni von 20 auf 7 Arbeitstage. Darauf macht der Bundesverband deutscher Banken aufmerksam. Damit setzen die deutschen Sicherungssysteme Vorgaben der europäischen Einlagensicherungsrichtlinie um.

Maximal 100.000 Euro pro Anleger geschützt

Wenn die Finanzaufsicht einen Entschädigungsfall bei einem Kreditinstitut feststellt, erfolgt die Auszahlung innerhalb dieser Frist automatisch. In den EU-Staaten sind laut EU-Richtlinie im Pleitefall Einlagen in Höhe von maximal 100.000 Euro pro Anleger geschützt. Dazu gehören unter anderem Festgeld-, Tagesgeld oder Girokonto-Guthaben. Zusätzlich zu dem gesetzlichen Schutz gibt es in Deutschland von den Kreditinstituten weitere freiwillige Sicherungen, die die Einlagen der Kunden absichern.

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