Preissteigerungen

Bahnpreise: Fernreisende bleiben verschont

Alle Jahre wieder werden zum Fahrplanwechsel ebenfalls die Bahnpreise bearbeitet.

öffentlicher Nahverkehr© Henlisatho / Fotolia.com

Alle Jahre wieder werden zum Fahrplanwechsel ebenfalls die Bahnpreise bearbeitet. So ist es auch in diesem Jahr zum 14. Dezember. Betroffen sind diesmal der Nahverkehr, Kunden der 1. Klasse, Bahncards, Streckenzeitkarten und auch die Sparpreise. Verschont bleiben Fahrgäste der zweiten Klasse im Fernverkehr – und das wohl aus gutem Grund.

Fahren in der ersten Klasse

Vor allem den Fahrern der ersten Klasse geht es an den Kragen. Hier werden die Tarife im Schnitt um 2,9 Prozent steigen. Dafür soll aber der Komfort dank kostenlosen Internets und kostenloser Sitzplatzreservierung (bisher 4,50 Euro) steigen, allerdings nur bei Fahrten mit dem ICE. Der kostenfreie Internet-Zugang für die zweite Klasse könnte nach Prüfung in der ersten Klasse perspektivisch ebenfalls realisiert werden.

Höhere Bahnpreise auf kürzeren Strecken

Im Nahverkehr soll der Preis durchschnittlich um 1,9 Prozent steigen, so die Deutsche Bahn. Aktionsangebote wie das Schönes-Wochenende-Ticket und die Länder-Tickets sind ebenfalls eingeschlossen. Über 80 Prozent der Fahrten in den Regio-Zügen laufen jedoch über den Verbundverkehr und sind an die Preise der Verbünde gekoppelt. Preiserhöhungen sieht die Deutsche Bahn auch für einen Fahrkartenumtausch vor, der dann mit 17,50 Euro statt 15 Euro zu Buche schlägt. Bereits ab dem 4. November müssen Fahrgäste für Zahlungen mit der Kreditkarte oder via PayPal ein Zahlungsmittelentgelt bezahlen. Das gilt ab einem Betrag von 50 Euro und ist auf einen Höchstbetrag von drei Euro begrenzt.

Einige Preisbeispiele:

    Schönes-Wochenende-Ticket
  • Der Grundpreis wird auf 40 Euro erhöht, je Mitfahrer müssen zusätzlich vier Euro gezahlt werden und es dürfen maximal vier Personen mitfahren. Zum Vergleich: Vor der Tarifänderung lag der Preis bei 44 Euro und bis zu fünf Personen könnten das Ticket ohne Aufpreis nutzen.
    Länderangebote
  • Bei den Länder-Tickets für Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen sowie Schleswig-Holstein wird der Grundpreis um einen Euro erhöht. Die Mitfahrerpreise beim Baden-Württemberg-Ticket, Metropol-Tagesticket Stuttgart und beim Bayern-Ticket steigen ebenfalls um einen Euro.

Druck durch die Konkurrenz

Tatsächlich gibt es bei der erneuten Preiserhöhung auch eine gute Nachricht für einige Fahrgäste. Für Fernreisende der 2. Klasse bleibt der alte Preis erhalten. Das dürfte aber auch nicht verwundern angesichts der steigenden Zahl an Fernbusangeboten, die eine große Konkurrenz für die Bahn darstellen. "Es geht darum, gerade in Zeiten harter Konkurrenz durch andere Verkehrsträger unseren Fahrgästen entgegenzukommen und sie an uns zu binden", so Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn.

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