Fördermittel

Baden-Württemberg stockt Solarspeicher-Förderung auf

Baden-Württemberg erhöht noch einmal die Fördermittel für Solarspeicher, die mit einer Photovoltaikanlage neu installiert werden. Das Programm "Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher" wurde im März 2018 ins Leben gerufen und soll auch im kommenden Jahr weiterlaufen.

SolarenergieFür das Förderprogramm für Solarspeicher sind bereits mehr als 1.300 Anträge eingereicht worden.© Franz Metelec / Fotolia.com

Stuttgart - Das Förderprogramm für solare Batteriespeicher in Baden-Württemberg erfreut sich einer starken Nachfrage: Seit dem Start des Förderprogramms "Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher" sind über 1.300 Anträge mit einem Volumen von insgesamt knapp 3,5 Millionen Euro eingegangen, berichtet das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.

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Am 1. März dieses Jahres hatte die Behörde das Programm aufgelegt. Konkret unterstützt das Land die Investition in Solarspeicher bei neuen Photovoltaikanlagen.

Fördermittel wurden um mehrere Millionen Euro aufgestockt

Aufgrund der starken Interesses hat das Umweltministerium die für 2018 vorgesehenen Fördermittel von einer auf 4,35 Millionen Euro erhöht. Im kommenden Jahr soll nochmals eine Million Euro zur Verfügung stehen.

Im Rahmen der Förderungen werden Gesamtinvestitionen in Höhe von 28,2 Millionen Euro ausgelöst, so das Ministerium weiter. Die bewilligten und zum Teil bereits umgesetzten Vorhaben wiesen insgesamt einen Zubau von 8,2 Megawattstunden Speicherkapazität und 11,6 Megawatt installierter Leistung auf.

Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher – Infos zum Förderprogramm

Im Programm "Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher" fördert das Land Speicher mit einem Fixbetrag pro Kilowattstunde (kWh) nutzbarer Kapazität, maximal jedoch mit 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten. Für Speicher (in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage) mit einer Nennleistung bis zu 30 Kilowattpeak gibt es einen Zuschuss von 300 Euro pro kWh, für größere Speicher 400 Euro pro kWh. Für ein prognosebasiertes Batteriemanagementsystem wird zusätzlich ein einmaliger Bonus in Höhe von 250 Euro gewährt.

Förderfähig sind Vorhaben nur, wenn der Batteriespeicher stationär und netzdienlich ist. Dazu muss mindestens 40 Prozent des erzeugten Stroms selbst verbraucht werden, darf also nicht ins Netz eingespeist werden. Das Programm läuft bis Ende 2019. Abgewickelt wird es über die Förderbank des Landes (L-Bank).

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