Klimaschutz

Baden-Württemberg: Förderung großer Wasseranlagen großer Erfolg

Im Gegensatz zum Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Wasserkraftwerke mit einer Leistung von mehr als fünf Megawatt von der Förderung ausnimmt, sieht die EU-Richtlinie auch eine Unterstützung von großen Wasserkraftanlagen vor. Baden-Württemberg zeigt sich darüber sehr erfreut.

05.10.2001, 11:59 Uhr
Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

"Die EU ermöglicht mit einer neuen Richtlinie die Förderung von großen Wasserkraftanlagen. Für diese wichtige Regelung zum Klimaschutz haben wir seit langem gekämpft. Nun ist die Bundesregierung am Zug. Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz muss nun konsequenterweise auch die große Wasserkraft einbeziehen", forderten der baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsminister Ulrich Müller und sein Kollege aus dem Wirtschaftsministerium Walter Döring.

Die Landesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Strom aus erneuerbaren Energiequellen von derzeit knapp sechs Prozent bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln. Dazu sei der weitere Ausbau der Wasserkraft in Baden-Württemberg, die bereits nahezu fünf Prozent der gesamten Stromerzeugung und damit den größten Anteil der regenerativen Energiequellen ausmache, unverzichtbar. "An den großen Flüssen Neckar und Rhein besteht noch ein hohes Ausbaupotential. Um dieses Potential zu nutzen, bedarf es aber finanzieller Fördermöglichkeiten, die es bislang in keiner Weise gegeben hat", erklärten die Minister weiter. Allein mit dem Neubau des Wasserkraftwerkes Rheinfelden sowie dem Einbau je einer fünften Turbine in den Kraftwerken Gambsheim und Iffezheim am Oberrhein könnte eine zusätzliche Jahresproduktion von etwa 600 Millionen Kilowattstunden erreicht werden.

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