Flexibilität auch bei Umzug

AVM rüstet Fritz!Boxen für entbündelte DSL-Anschlüsse um

DSL ohne einen herkömmlichen Festnetzanschluss gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Berliner Hersteller AVM hat jetzt seine Fritz!Boxen auf die neue Zugangstechnik umgerüstet und verspricht eine einfache und flexible Installation.

13.12.2006, 12:30 Uhr
Frau am PC© Dmitry Ersler / Fotolia.com

Immer mehr Provider bieten ihren Kunden in Deutschland einen reinen DSL-Zugang ohne zusätzlichen Festnetzanschluss an. AVM als erfolgreichster Hersteller von Endgeräten hat nach eigenen Angaben inzwischen die meisten Fritz!Box-Produkte auf diese neue Form des Breitbandanschlusses abgestimmt. Das funktioniert auch umgekehrt: Steht beispielsweise nach einem Umzug nur die Kombination DSL/Festnetz zur Verfügung, lässt sich die Fritz!Box mit einem Firmware-Update auch an diesem Anschluss einsetzen.

Festnetzanschluss sparen

Bereits elf Prozent aller Deutschen telefonieren über das Internet, und die Zahl der Anwender steigt täglich. Da ist die Einsparung des Festnetzanschlusses nur ein logischer Schritt, der bei Kunden auf große Nachfrage stößt. Denn beim reinen DSL-Anschluss wird die Teilnehmeranschluss-Leitung (TAL) - die Verbindung von der Wohnung zur Vermittlungsstelle - ausschließlich für eine Breitbandverbindung eingesetzt.

AVM stimmt Fritz!Box auf reinen DSL-Zugang ab

Die Fritz!Box-Kombinationen aus DSL-Modem, WLAN-Router und Telefonanlage erkennen AVM zufolge automatisch, ob Sprachdaten ankommen und bevorzugen diese Daten dann. Auch der Aufbau mehrerer virtueller Verbindungen für optimale Sprach- und Datenübertragung wird unterstützt. Der Anschluss der Fritz!Box an reine DSL-Anschlüsse erfolgt künftig direkt an der Telefondose mit nur einem Kabel, ein Splitter wird nicht mehr benötigt.

Einfache Installation: Anmeldedaten entfallen

Mit dem neuen Service TR 69 reduziert sich die gesamte Installation allein auf das Stecken der Kabel für Strom, DSL und den PC. Bei TR-069 entfällt die Eingabe der Anmeldedaten für Internet und Internettelefonie. Das erledigt künftig die Fritz!Box im Zusammenspiel mit dem Provider direkt. Dazu wird auf der Fritz!Box-Benutzeroberfläche lediglich eine PIN-Nummer eingegeben. Anschließend erhält die Fritz!Box automatisch alle Einstellungen für Web und Internettelefonie direkt vom Internetanbieter. Künftig könnten die Einstellungen des Providers auch ohne PIN-Eingabe übertragen werden, da sich jeder einzelne DSL-Anschluss in der Vermittlungsstelle zuordnen lässt. Die Fritz!Box könnte in diesem Fall nach dem Kabelstecken alle Einstellungen von selbst vornehmen.

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