Preissteigerungen

Autos werden durch Spritspar-Maßnahmen teurer

Dass neue Autos in den vergangenen Jahren preislich ganz schön zugelegt haben – darüber haben wir bereits kürzlich berichtet.

Autos© Gudellaphoto / Fotolia.com

Dass neue Autos in den vergangenen Jahren preislich ganz schön zugelegt haben – darüber haben wir bereits kürzlich berichtet. Ein durchschnittlicher Neuwagen kostet heute mehr als dreimal so viel wie noch im Jahr 1980. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht, zumal neue Abgas-Grenzwerte und Messverfahren die Autohersteller vor immer neue Herausforderungen stellen.

Neue CO2-Grenzwerte gehen ins Geld

Schon ab Ende 2015 soll der CO2-Ausstoß auf maximal 130 g/km beschränkt werden. Die dafür notwendigen technischen Änderungen an den Motoren gehen ins Geld. 2020 steht die nächste Absenkung des Grenzwertes an, dann dürfen nur noch 95 g/km ausgestoßen werden. Ulrich Schulz, Direktor für EU-Angelegenheiten bei Opel, rechnet damit, dass mindestens 1500 Euro pro Fahrzeug hierfür fällig werden. Bei weiteren Anpassungen, mit denen zu rechnen ist, wäre es entsprechend mehr. Besonders Kleinwagen würden dadurch prozentual teurer werden.

WLTP statt NEFZ: Neues Messverfahren kommt

Ab 2017 soll zudem schrittweise ein neuer Standard eingeführt werden, nach dem Abgase und Spritverbrauch eines Fahrzeugs ermittelt werden. Um die neuen Grenzwerte einzuhalten, müssen die Hersteller auf lange Sicht komplexe Maßnahmen umsetzen, um einen sparsameren Verbrauch zu erreichen.

Für den Verbraucher hat der neue Testzyklus auch Vorteile, wie der Focus berichtet. So sollen die Fahrzeuge international besser vergleichbar werden und die Zulassung soll erleichtert werden. Der neue Standard WLTP (Worldwide harmonized Light Vehicle Test Procedures) soll daher den alten NEFZ-Zyklus ablösen. WLTP sieht schärfere CO2-Grenzwerte vor, auch ein Tricksen bei den Messungen soll erschwert werden. Die Autobauer sind von der Umstellung aber wenig begeistert, wie Focus anführt. Nicht nur müssen sie sich auf die neuen Bedingungen einstellen und sich auf Maßnahmen wie Leichtbau und Hybridisierung konzentrieren, vor allem das Tempo der Veränderungen mache ihnen zu schaffen.

Bei BMW hemme die Unsicherheit über neue Vorgaben aus Brüssel sogar die Entwicklung neuer Motoren, so das Magazin weiter. Auch Volkswagen fürchte Milliardeninvestitionen, die durch neue Grenzwerte entstünden.

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