Preissteigerungen

Autofahren ist noch teurer als gedacht

Nein, es geht an dieser Stelle nicht um hohe Benzinpreise.

Auto© Igor Mojzes / Fotolia.com

Nein, es geht an dieser Stelle nicht um hohe Benzinpreise. Vielmehr verursachen Autos noch andere Schäden ganz unterschiedlicher Couleur, etwa aufgrund der Folgekosten, die durch Unfälle entstehen, oder wegen der Schadstoffbelastung für die Umwelt. Das haben Verkehrsökologen jetzt neu beziffert.

Was Autofahren die Gesellschaft kostet

Ähnlich den Kostenrechnungen, wie sie beispielsweise für Raucher aufgemacht werden, wird in der Studie der TU Dresden genau ausgerechnet, welche Schäden das Autofahren insgesamt in der Gesellschaft anrichtet. Geschrieben hat die Studie der Verkehrswissenschaftler Udo Becker, der unterschiedlichste Daten wie Unfallstatistiken, CO2-Werte oder Lärmkarten in seine Untersuchung einbezogen hat. Beckers Fazit: Die Europäer seien zu oft mit dem Auto unterwegs. Jedes einzelne Auto, das in der EU angemeldet sei, verursache im Durchschnitt gesellschaftliche Folgekosten in Höhe von 1600 Euro - in Deutschland sogar über 2000 Euro.

Die wahren Kosten der Verkehrsmittel nennen

Diese Kosten zahlten alle, so Becker, nicht nur diejenigen, die selbst mit dem Auto unterwegs seien. Der Verkehrsökologe hat auch ausgerechnet, wie hoch die Summe ist, die jeder Bürger der EU gewissermaßen zuschießen muss, die der Autofahrer also nicht selbst trägt: Im EU-Schnitt seien das 750 Euro pro Bürger und Jahr. Weil es in der EU insgesamt über 230 Millionen Autos gebe, summierten sich die gesellschaftlichen Folgekosten auf stolze 370 Milliarden Euro. Becker schlussfolgerte, den Bürgern müsste diese Kostenentwicklung transparenter gemacht werden. Er fordere nicht, Autofahren noch teurer zu machen, sondern allen Bürgern klar zu sagen, welche Art der Fortbewegung welche Folgen habe. So könnten Anreize für mehr Effizienz gesetzt werden.

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