Einseitiges Ergebnis

Auktion um Ökostrom-Förderung: Nur Solaranlagen erhalten den Zuschlag

Erstmalig wurde die Auktion für die Ökostrom-Förderung gemeinsam für Solaranlagen und Windräder an Land durchgeführt. Weil die Gebote für die Solaranlagen niedriger waren, werden diesmal auch nur Sonnenenergieprojekte bezuschusst.

Ökostrom© visdia / Fotolia.com

Bonn - Bei der ersten gemeinsamen Auktion von Sonnen- und Windenergie für die Ökostrom-Förderung haben sich ausschließlich Solaranlagen durchgesetzt. Den Zuschlag erhielten 32 Solarprojekte mit einer Gesamtleistung von 210 Megawatt, wie die Bundesnetzagentur am Donnerstag mitteilte. "Im Wettstreit setzt sich eben die Technologie durch, die zu den geringsten Kosten anbieten kann", sagte der Präsident der Netzagentur, Jochen Homann. "Für das Gelingen der Energiewende ist jedoch ein Mix der verschiedenen Technologien erforderlich", fügte er hinzu.

Insgesamt gingen 54 Gebote für Wind- und Solaranlagen ein

Die Bundesnetzagentur hatte erstmals eine gemeinsame Ausschreibung für Windräder an Land und Solaranlagen gestartet. Es gingen 54 Gebote ein, davon 18 für Windenergieanlagen und 36 für Solaranlagen. Für Solaranlagen wurden durchschnittlich 4,82 Cent je Kilowattstunde geboten, für Windenergieanlagen an Land waren es 7,23 Cent. Die erfolgreichen 32 Solaranlagen erhielten den Zuschlag zwischen 3,96 Cent und 5,76 Cent je Kilowattstunde.

Bundesverbände kritisieren gemeinsame Ausschreibungen

Die Bundesverbände der Solar- und Windenergie kritisierten die gemeinsame Ausschreibung für beide Technologien. Die Energiewende erfordere einen kraftvollen Ausbau der Wind- und Solarkapazitäten auf Augenhöhe. Gemeinsame Ausschreibungen seien dafür ungeeignet, heißt es in einer Erklärung. "Erfolgreicher Klimaschutz braucht ein Miteinander und kein Gegeneinander von Solar- und Windenergie", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, Carsten König.

Quelle: DPA

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