Mobilfunkmarkt

Aufwärtstrend für Telefónica Deutschland und Vodafone

Für Vodafone und Telefónica Deutschland sind die Aussichten nach Betrachtung des vergangenen und aktuellen Geschäftsquartals positiv. Telefónica Deutschland kann zwar nur ein geringeres Minus anführen, hat jedoch 143.000 neue Kunden im Mobilfunk dazugewonnen.

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Newbury/München (dpa-AFX/red) - Der britische Mobilfunker Vodafone (www.vodafone.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können. Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der Link ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.) sieht sich nach einem überraschend stabilen zweiten Geschäftsquartal im Aufwind. Die Prognose für den Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) liege nun bei 11,6 bis 11,9 Milliarden britischen Pfund, teilte Vodafone am Dienstag im englischen Newbury mit. Zuvor hatten die Briten 11,4 bis 11,9 Milliarden Pfund angepeilt. Im ersten Halbjahr sank das Ebitda aus eigener Kraft um zehn Prozent auf 5,88 Milliarden Pfund, was aber mehr war als Experten erwartet hatten.

Umsatz stieg um neun Prozent an

Der Umsatz des Telefonkonzerns schwoll in den sechs Monaten bis Ende September dank Zukäufen und Wechselkurseffekten im Jahresvergleich um knapp neun Prozent auf 20,75 Milliarden Pfund (26,4 Mrd Euro) an - aus eigener Kraft wäre er allerdings um drei Prozent geschrumpft. Dabei half, dass die Erlöse aus dem Mobilfunkservice nach Angaben des Unternehmens in allen Kernmärkten im zweiten Geschäftsquartal auf vergleichbarer Basis weniger stark schrumpften als in den drei Monaten zuvor. Das Konzernergebnis betrug im ersten Geschäftshalbjahr 5,50 Milliarden Pfund, vor allem weil die Briten sich Steuervorteile fast in gleicher Höhe anrechneten.

Weniger Minus bei Telefónica Deutschland

Zwar noch kein Plus, aber spürbar weniger Minus: Die Umsatzentwicklung bei Telefónica Deutschland macht dem nach Kunden neuen Marktführer im deutschen Mobilfunk Hoffnung auf einen guten Start der Fusion mit E-Plus. Im dritten Quartal schrumpften die Erlöse beim o2-Netzbetreiber - zum letzten Mal in alter Größe - im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um nur noch ein halbes Prozent auf 1,22 Milliarden Euro, wie die Münchener am Montag mitteilten. In den ersten sechs Monaten des Jahres hatte das Minus noch fast sieben Prozent betragen.

Den Teilerfolg beim Umsatz ließ sich Telefónica Deutschland einiges kosten. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Oibda) rutschte um über ein Sechstel auf 240 Millionen Euro ab - weil der Konzern viel in Werbung und Rabatte investierte, um dem harten Wettbewerb auf dem deutschen Markt beizukommen. Unter dem Strich stand denn auch ein Verlust von 15 Millionen Euro nach einem Gewinn von 9 Millionen vor einem Jahr.

Bei den Kunden machte sich die Werbung bemerkbar: Nach Abzug von Kündigungen konnte das Unternehmen im dritten Quartal 143.000 neue Vertragskunden im Mobilfunk gewinnen - fast dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Im Festnetz und bei Internetanschlüssen gingen die Anschlüsse aber weiter zurück.

Ehemaliger E-Plus-Chef will Preise senken

Der von E-Plus gekommene neue Vorstandschef Thorsten Dirks will beim Kunden mit günstigen Preisen punkten. "Wir werden die Kostenführerschaft im deutschen Telekommarkt erreichen", sagte er in einer Telefonkonferenz. Kernstück dafür ist die Zusammenlegung der Netze - die Kosten sollen um insgesamt mehr als 5 Milliarden Euro sinken.

Seit Anfang Oktober ist E-Plus eine 100-prozentige Tochter von Telefónica Deutschland, die wiederum zu gut 60 Prozent dem spanischen Telefonkonzern Telefónica gehört. Telefónica hatte Ende September in Deutschland 19,6 Millionen Mobilfunkkunden, E-Plus 26,3 Millionen. Bei Telefónica ist mehr als jeder Zweite Vertragskunde, bei E-Plus beträgt der Anteil nur gut ein Drittel. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom zählte Ende September 39,7 Millionen Mobilfunkverträge, Vodafone kam Mitte des Jahres auf 31,9 Millionen mobile Anschlüsse.

Quelle: DPA

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