Preissteigerungen

Auf dem Immobilienmarkt werden selbst Ladenhüter attraktiv

Immer häufiger schrecken auf dem Immobilienmarkt selbst überhöhte Preise nicht mehr ab: Weil wenig neue Angebote auf den Markt kommen, zahlen Haus- und Wohnungskäufer laut einer neuen Studie manchmal sogar für Ladenhüter gesalzene Preise.

Straßenverkehr© ArTo / Fotolia.com

Immer häufiger schrecken auf dem Immobilienmarkt selbst überhöhte Preise nicht mehr ab: Weil wenig neue Angebote auf den Markt kommen, zahlen Haus- und Wohnungskäufer laut einer neuen Studie manchmal sogar für Ladenhüter gesalzene Preise. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Käufer Immobilien für eine sichere Alternative zu anderen Geldanlagen halten.

Selbst einstige Ladenhüter werden attraktiv

Jedem dritten Makler zufolge lassen sich Immobilienkäufer derzeit dazu hinreißen, auch überhöhte Preise zu zahlen. Das ergab die repräsentative Studie Marktmonitor Immobilie 2013 von immowelt.de und Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Vor einem Jahr teilte nur jeder fünfte Makler diese Einschätzung. Die Ursache ist schnell gefunden: das mangelnde Angebot. 85 Prozent der Makler haben nach eigenen Angaben zu wenige Immobilien in ihrem Bestand.

Betongold als Finanzinvestition

Die Verknappung des Angebots und der große Kundenandrang sorgen außerdem dafür, dass Käufer auch zu Objekten greifen, die bis dahin schwer zu vermarkten waren. Jeder vierte Makler sagt, dass für Interessenten derzeit selbst Ladenhüter attraktiv sind. Vor einem Jahr stimmte nur jeder Fünfte dieser Aussage zu. Auf dem Markt sind immer mehr Kaufinteressenten unterwegs, die lieber in Immobilien statt in andere Geldanlagen investieren wollen. Jedem zweiten Makler zufolge sehen Immobilienkäufer Wohnungen und Häuser als bessere Alternative. Hier kommt die Inflationsangst der Deutschen zum Ausdruck, die seit der Finanzkrise wieder größer geworden ist.

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