2006

Auch in Thüringen drohen drastisch steigende Strompreise

Bis Weihnachten werden sich die Meldungen von Energieversorgern, die Strom- und/oder Gaspreise erhöhen, vernutlich häufen. Wie der Hörfunksender MDR 1 gestern berichtete, planen 25 der 29 thüringer Stromanbieter eine Preiserhöhung zum Jahreswechsel um bis zu 2,4 Cent pro Kilowattstunde.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - In Thüringen drohen 2006 drastisch steigende Strompreise. Neben der E.ON Thüringer Energie AG hätten fast alle Stadtwerke eine Preiserhöhung für Elektrizität beantragt, meldete der Hörfunksender MDR 1 Radio Thüringen am Dienstag unter Verweis auf das Wirtschaftsministerium. Neben E.ON planten 25 der insgesamt 29 Stadtwerke eine Anhebung um bis zu 2,4 Cent je Kilowattstunde.

Dem Bericht zufolge werden die Anträge derzeit im Ministerium geprüft. Falls die von den Unternehmen angeführten Gründe für die Preiserhöhung gerechtfertigt seien, gebe es wenig Chancen auf Ablehnung. Nach Angaben von E.ON sollen die Bezugspreise für Strom in den vergangenen zwei Jahren um die Hälfte gestiegen sein. Der Thüringer Energieversorger beziehe seinen Strom zu rund 80 Prozent von Vattenfall Europe.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom- und Gaspreise

    Verivox: Strom und Gas sind günstiger geworden

    Sowohl Strom als auch Gas sind im Vergleich zum Januar günstiger geworden, berichtet das Verbraucherportal Verivox. Aber nicht jeder Energiekunde profitiert automatisch von den gesunkenen Preisen.

  • Taschenrechner

    EU-Vergleich: Strom ist in Deutschland am teuersten

    Während Strom in Bulgarien im Schnitt 9,8 Euro pro 100 Kilowattstunden kostet, zahlen die Deutschen einer Auswertung zufolge 30,5 Euro für dieselbe Menge. Damit kostet Strom hierzulande am meisten. Beim Gas sieht es hingegen anders aus.

  • Stromtarife

    Rewag, AVU, Esag und enviaM: Höhere Strompreise

    Los geht's: In Dresden, Chemnitz, Regensburg und Gevelsberg werden zum 1. Januar die Strompreise steigen. Das gaben die Versorger gestern bekannt. Dass das keine Einzelfälle bleiben werden, ist klar. Immerhin prüft allein das sächsische Wirtschaftsministerium momentan die Anträge von 28 weiteren Versorgern.

  • Hochspannungsleitung

    Auch Thüringen ohne eigene Energiemarkt-Regulierung

    Die Regulierung der Thüringer Energienetze wird auf die Bundesnetzagentur übertragen. Ein entsprechendes Verwaltungsabkommen zwischen dem Freistaat und dem Bundeswirtschaftsministerium sei unterzeichnet, teilte das thüringer Wirtschaftsministerium gestern in Erfurt mit.

  • Strompreise

    Online Adventskalender von E.ON Ruhrgas und Stadtwerke Flensburg

    Der erste gedruckte Adventskalender wurde 1904 von einem Münchner Verleger produziert. Die Kinder mussten damals noch von Hand die 24 Felder aus speziellen Bögen ausschneiden und aufkleben. Diese Zeiten sind längst vorbei - heute gibt es interaktive Adventskalender auf den Internetseiten der Versorger.

Top