Haftung

Auch Ehrenamtliche sollten richtig versichert sein

Rund 23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich in ihrer Freizeit in einem Ehrenamt für andere. Doch nicht immer sind sie dabei auch richtig abgesichert. Das gilt besonders für Vereinsvorstände.

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Wiesbaden (red) - "Sie können mit ihrem gesamten Vermögen für Schäden zur Verantwortung gezogen werden, zumindest wenn sie grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt haben. Hier benötigt der Vereinsvorstand neben der privaten Haftpflichtversicherung noch eine Vermögensschadenhaftpflicht", sagt Peter Stein, Experte für Vermögensschadenhaftpflicht beim Infocenter der R+V Versicherung.

Verantwortung birgt auch Risiken

"Es ist unerheblich, ob der Vorstand ehrenamtlich arbeitet oder bezahlt wird. Mitunter haftet er sogar, wenn er die Schäden gar nicht selbst verursacht hat - einfach weil er einen Bereich nicht ausreichend überwacht hat", erklärt R+V-Experte Stein. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Spendenquittungen falsch ausgestellt wurden oder der Verein versäumt hat, Sozialversicherungsbeiträge für angestellte Mitarbeiter abzuführen.

Die Meisten unterschätzen dieses Risiko. "Sie sind der Meinung, dass ihnen nichts passieren kann, weil sie ja etwas Gutes tun", so R+V-Experte Stein. Sein Tipp für Vereinsvorstände: zum eigenen Schutz eine spezielle Vermögensschadenshaftpflichtversicherung abschließen. Dabei sollten sie darauf achten, nicht nur sich selbst, sondern auch den Verein abzusichern.

Helfer sollten Haftpflicht überprüfen

Anders sieht es bei ehrenamtlichen Helfern aus, die keine leitende Funktion ausüben. Bei ihnen greift normalerweise die private Haftpflichtversicherung, wenn etwas passiert. Wer einen alten Versicherungsvertrag hat, sollte ihn jedoch vorsichtshalber überprüfen: Hier ist dieser Schutz nicht immer automatisch eingeschlossen.

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