Transport ein "Skandal"

Atomkraftgegner protestieren gegen Castor-Transport nach La Hague

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland rüsten sich für die nächste Castor-Demo: Aus dem Atomkraftwerk Stade bei Hamburg soll am Mittwoch ein Castor-Behälter mit Atommüll in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague gebracht werden - heute wurden diverse Protest- und Mahnaktionen angekündigt.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Waltrop/Münster (ddp-nrw/sm) - Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland wollen mit Protestaktionen in Waltrop, Münster und Osnabrück gegen einen angeblich geplanten Atommülltransport ins französische La Hague mobil machen. Wie die Initiativen am Montag in Münster mitteilten, soll der Castor-Behälter am Mittwoch aus dem Atomkraftwerk Stade bei Hamburg in die französische Wiederaufbereitungsanlage gebracht werden. Der Transport soll in der Region über die Bahnstrecke zwischen Osnabrück und Recklinghausen rollen.

Die Demonstration in Waltrop beginnt nach Angaben der Initiativen bereits am Dienstagabend in der Innenstadt und soll in einem Umzug zu der Bahnstrecke führen, über die der Atomtransport fahren soll. "Wir gucken nicht tatenlos zu, wie die hochgefährliche Strahlenfracht einfach durch unsere Vorgärten rollt", sagte Wolfgang Porrmann von der Initiative Menschen gegen Atomanlagen Waltrop (Mega).

Am Mittwochmorgen wird es zudem in Münster-Hiltrup eine Mahnwache am Bahnhof geben. In Osnabrück wollen Atomkraftgegner ebenfalls an der Transportstrecke demonstrieren. Weitere Aktionen seien nicht ausgeschlossen, hieß es.

Nach Angaben der Atomkraftgegner ist der Transport ein "Skandal", weil durch die Verarbeitung der radioaktiven Fracht in La Hague die Menschen in der Normandie gefährdet seien. Zudem soll der verarbeitete Atommüll 2008 unter anderem in das Zwischenlager Ahaus zurücktransportiert werden. Die Initiativen forderten die NRW-Landesregierung in diesem Zusammenhang auf, sich klar gegen die Atommülltransporte nach Frankreich auszusprechen.

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