Forschung

Apps sollen Landwirten die Feldarbeit erleichtern

Smartphone-Apps sollen bald nicht nur Geschäftsreisenden unterwegs, sondern auch Landwirten bei der Feldarbeit helfen. Die Forscher vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) stellen auf der CeBit 2012 mehrere Apps vor, die sich einsetzen lassen, um Arbeitsabläufe besser zu organisieren.

20.01.2012, 10:32 Uhr
Klapphandy© Oliver Hoffmann / fotolia.com

München (red) - Künftig sollen Smartphones auf den Äckern Einzug halten und Landwirten wie Lohnunternehmern die Arbeit erleichtern. Wie das Fraunhofer Institut in einer Pressemitteilung erklärt, geben diese am Computer oder am mobilen Tablet ihre Arbeitsanweisungen ein, die Erntehelfer auf einer eigens dafür entwickelten App auf ihrem Smartphone erhalten.

Die Vorteile: Die Anweisungen lassen sich jederzeit an die aktuelle Situation anpassen. Zudem können die Angestellten ihre Arbeit mit der App besser dokumentieren, beispielsweise mit einigen "Touchs" belegen, wann sie auf welchem Feld mit welcher Aufgabe begonnen haben, und angeben, wo und warum es zu Verzögerungen kam.

Endnutzer im Visier

Die Forscher am Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern haben die App in einem Projekt mit ihrem strategischen Partner John Deere entwickelt. Dazu wurden die Arbeitsabläufe im Hinblick auf Faktoren wie Größe des Feldes, Saatgut, Zeitaufwand und verwendete Technologie und Maschinen analysiert. Vor allem anwenderfreundlich soll die App sein, so Forschungsbereichsleiter Ralf Carbon. "Dazu haben wir die Endnutzer – also Landwirte, Lohnunternehmer und Arbeiter – frühzeitig mit einbezogen. Sie haben die App zu verschiedenen Zeitpunkten getestet, so dass wir sie an ihre Bedürfnisse anpassen konnten".

Mit nur einem "Touch" oder ganz ohne

Eine weitere neu entwickelte App, die die Wissenschaftler auf der Cebit vorstellen, soll die Abrechnung von Dienstreisen erleichtern. Kommt der Reisende am Dienstort an, reicht ein "Touch" auf der entsprechenden App, und das Smartphone speichert Datum, Uhrzeit und Ort – und ordnet diese Daten der entsprechenden Dienstreise zu. So können Reisezeiten und Arbeitszeiten in Sekundenschnelle erfasst werden. Künftig soll das gar automatisch geschehen: Über den Dienstreiseantrag kennt die App das Ziel der Dienstreise. Kommt der Reisende dort an, registriert das Smartphone dies über GPS und macht einen Vorschlag, der nur noch bestätigt werden muss. Fotografiert man Quittungen etwa von Taxifahrten, ordnet die App die Fotos automatisch zu und erleichtert so die Abrechnung.

Auch Auslandsreisen werden erleichtert: Muss man sich bei einer Reise in die USA etwa notieren, wann man die Grenzkontrolle überschritten hat, registriert das Smartphone über die neue App, wann es nach dem Landen des Flugzeugs wieder eingeschaltet wurde – also die Ankunftszeit – und speichert die entsprechenden Daten ab.

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