Reaktion

Apple nimmt Stellung zu Vorwürfen der Datenschützer

Der Computerkonzern Apple hat Vorwürfe zurückgewiesen, er speichere auf seinen Geräten Bewegungsprofile der Nutzer. Angeblich sei ein Softwarefehler für die Speicherung der Daten auf den Geräten verantwortlich.

28.04.2011, 10:06 Uhr
Mobilfunk Tarife© Uwe Malitz / Fotolia.com

Washington (afp/red) - "Apple spürt nicht den Aufenthaltsort Ihres iPhones auf", erklärte der kalifornische Konzern am Mittwoch. "Apple hat das nie getan und hatte nie vor, so etwas zu tun." Allerdings gestand Apple Probleme beim Betriebssystem seiner iPhones und iPads ein. Ein Softwarefehler sei dafür verantwortlich, dass die Geräte so viele Daten über einen so langen Zeitraum speicherten. Den Fehler werde der Konzern "in Kürze" beheben.

Apple: Persönliche Daten werden nicht gespeichert

Die Geräte protokollierten den Aufenthaltsort der Nutzer nicht. Sie enthielten lediglich einen Datenspeicher über nahe gelegene Zugangspunkte für drahtloses Internet und über Mobilfunkmasten in der Nähe. Entsprechend speicherten die Geräte diese Orte, nicht aber den eigentlich Aufenthaltsort von iPhone oder iPad. Die festgehaltenen Orte könnten "mehr als hundert Meilen entfernt vom iPhone liegen". Diese Daten würden anonym und verschlüsselt an Apple gesendet.

Nachbesserung angekündigt

In Kürze solle es eine Gratis-Aktualisierung des umstrittenen Betriebssystems iOS geben, erklärte das Unternehmen. Statt mehr als ein Jahr sollten die Daten dann nur noch sieben Tage lang gespeichert bleiben. Zum ersten Mal äußerte sich der Computerkonzern damit zu den Vorwürfen, sein iPhone 3G sowie das iPad 3G speicherten regelmäßig die Standorte ihrer Nutzer. Diese Erkenntnis hatten britische Informatiker in der vergangenen Woche auf einer Konferenz in San Francisco vorgestellt.

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