Preissteigerungen

Anti-Dumping-Zoll verteuert Weihnachtsmarkt-Tassen

Der Anti-Dumping-Zoll wird seit Mai dieses Jahres erhoben, um den europäischen Markt vor Billigware aus China zu schützen - Ausgangspunkt war die Billigkonkurrenz bei Solarmodulen.

Geld ausgeben© Peter Atkins / Fotolia.com

Der Anti-Dumping-Zoll wird seit Mai dieses Jahres erhoben, um den europäischen Markt vor Billigware aus China zu schützen - Ausgangspunkt war die Billigkonkurrenz bei Solarmodulen. Wer hätte gedacht, dass der Zoll auch die Glühweinpötte auf dem Weihnachtsmarkt verteuert?

Auch Küchenkeramik unterliegt dem Strafzoll

Seit Mitte Mai 2013 gibt es den Anti-Dumping-Zoll, der von vielen begrüßt wurde, weil er die chinesische Billigkonkurrenz, die den Markt für Solarmodule aufgemischt hatte, mit zusätzlichen Gebühren versehen und so für mehr "Gerechtigkeit" im Handel sorgen würde. Nun zeigt sich aber, dass nicht nur Sonnenkollektoren aus der Volksrepublik teurer werden, sondern auch liebgewonnene Sammlerstücke wie beispielsweise die Keramik-Pötte auf deutschen Weihnachtsmärkten - sofern sie aus China stammen, versteht sich. Wie DerWesten berichtet, sind vom Dortmunder Weihnachtsmarkt schon Preissteigerungen vermeldet worden, und weitere werden folgen.

Erhebliche Preissteigerung für die Tassen erwartet

Die Zeitung habe mit Händlern gesprochen, die eine deutliche Preiserhöhung von 50 Cent je Becher erwarten - 2,50 Euro statt bislang zwei Euro. Gekauft werden die Pötte wohl unabhängig von der Preissteigerung und vom (bislang geheim gehaltenen) Motiv, denn sie sind begehrte Sammlerstücke. Dem Bericht zufolge sei eine Verteuerung der in China gefertigten Keramik unumgänglich, denn der Anti-Dumping-Zoll von 18,5 Prozent würde zusätzlich zum ohnehin fälligen Einfuhrzoll von zwölf Prozent erhoben und von den Lieferanten an die Händler weitergereicht. Der Zoll gelte für alle Keramik für den "Tisch- und Küchengebrauch", die man aus China beziehe - und das scheint eine ziemliche Menge zu sein, denn die Lieferanten der Dortmunder Weihnachtsmarkthändler haben sogar eigene Fabriken in China.

Auch der Glühwein droht teuer zu werden

Übrigens könnte nicht nur die Tasse teurer werden, sondern auch der Inhalt - erstmals nach elf Jahren müssen die Besucher des Dortmunder Weihnachtsmarktes wohl auch für den Glühwein tiefer in die Tasche greifen. Das sei zwar noch nicht spruchreif, aber dennoch wahrscheinlich. Ebenso wie die Henkeltasse könnte also auch das darin befindliche Gebräu in diesem Jahr 2,50 Euro pro Füllung kosten. Im Dortmunder Umland sei dieser Preis schon Usus.

Das könnte Sie auch interessieren
Top