Vergleichstest

Alt gegen neu: Lohnt sich ein älteres Top-Smartphone?

Soll man sich ein günstiges Einsteiger-Smartphone kaufen oder lieber für einen etwas höheren Betrag ein älteres Spitzenmodell erwerben? In welches Gerät sich die Investition eher lohnt, hat die Fachzeitschrift Computerbild getestet.

Telefonieren© Suprijono Suharjoto / Fotolia.com

Hamburg (red) - Wer ein neues, günstiges Smartphone kaufen will, wird schon für etwa 200 Euro fündig. Dafür gibt es ein günstiges Einsteiger-Gerät - aber auch ein rund zwei Jahre altes Spitzenmodell zum Ausverkaufspreis. Computerbild hat jeweils vier Neuheiten ab 160 Euro gegen frühere Spitzenreiter ins Duell geschickt.

Auslaufmodelle: Auf aktuelles Betriebssystem achten

Im großen Vergleichstest standen sich alte und neue Samsung-Galaxy-, Samsung-Wave-, HTC-Android- und Windows-Handys gegenüber. Geht es nach dem Tempo, bleiben die neuen, günstigen Einsteiger-Geräte zurück: Sie enthalten oft relativ langsame Prozessoren ab 600 Mhz. Damit starten Apps deutlich langsamer, der Touchscreen reagiert verzögert. Demgegenüber arbeiten in vielen Spitzenmodellen von vor zwei Jahren schon recht flotte 1-GHz-Prozessoren. Wichtig ist auch das Betriebssystem: Ein Auslaufmodell sollte fit sein für die aktuelle Version. So eignet sich etwa das ältere LG Optimus 7 auch fürs aktuelle Windows Phone 7.5 und die älteren Android-Handys lassen sich auf Android 2.3 aktualisieren.

Top-Modelle punkten auch beim Speicherplatz

Beim Speicherplatz liegen ebenfalls die früheren Top-Modelle vorne. So kommt das ältere Spitzenmodell Galaxy S ab Werk gleich mit acht Gigabyte (GB) Speicherplatz, während bis auf das Nokia Lumia 710 alle neuen Geräte im Test maximal zwei GB Speicher an Bord haben - zu wenig für Fotos, Musik und Videos. Wer mehr Platz braucht, muss sich eine zusätzliche MicroSD-Speicherkarte kaufen. Keine großen Unterschiede offenbarten sich dagegen bei den eingebauten Kameras. Die Einsteiger-Geräte im Test schießen keine besseren Fotos als ältere Smartphones, wirklich gute Bilder macht keines.

Fazit: Aufpreis lohnt sich meistens

Unterm Schnitt setzten sich im Computerbild-Test die rund zwei Jahre alten Spitzenmodelle durch: Sie sind zwar in zwei Fällen teurer als die neuen Einsteigergeräte, gewannen jedoch drei von vier Duellen. Der vergleichsweise niedrige Aufpreis macht sich bezahlt - zumal, wenn man die bei Auslaufmodellen teils starken Preisschwankungen über einige Tage beobachtet und erst beim richtigen Schnäppchenpreis zuschlägt. Nur in einem Vergleich hatte eine Neuheit die Nase vorn: Das HTC Wildfire S (Testergebnis: 2,16; Preis: 210 Euro) schlug das frühere Top-Modell HTC Desire (Testergebnis: 2,20; Preis: 250 Euro). Die Ergebnisse gibt es in der Computerbild-Ausgabe 7/2012.

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