Neue Berechnungen

Aktion Klimaschutz: Haussanierung lohnt sich (bei steigenden Energiekosten)

Vor der Sanierung beträgt der jährliche Endenergiebedarf des Beispielhauses etwa 277 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Nach Umsetzung aller energetischen Sanierungsmaßnahmen sinkt der Endenergiebedarf um fast 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Die Energiekosten reduzieren sich von 1450 Euro auf 390 Euro.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Für Hausbesitzer lohnt sich in vielen Fällen die energetische Modernisierung der eigenen vier Wände - dank deutlich verringerter Heizkosten in der Folgezeit und kostengünstiger Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dies belegen neue Berechnungen der Aktion Klimaschutz am Beispiel eines durchschnittlichen Einfamilienhauses.

"Der Energiebedarf eines Hauses kann heute durch eine energetische Sanierung um bis zu 70 Prozent gesenkt werden", erläutert Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Gegenstand der exemplarischen Aktion Klimaschutz-Berechnungen ist ein freistehendes Einfamilienhaus, Baujahr 1978, mit 130 Quadratmeter Wohnfläche, das zwar mit Isolierglasfenstern ausgestattet ist, aber weder über Wärmedämmung noch über einen modernen Brennwertkessel verfügt.

Vor der Sanierung beträgt der jährliche Endenergiebedarf dieses Hauses etwa 277 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Nach Umsetzung aller energetischen Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung von Außenwand, Kellerdecke und Dach, Fenstererneuerung mit Wärmeschutzverglasung und Einbau eines Brennwertkessels, würde der jährliche Endenergiebedarf des Hauses um fast 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter sinken. Die Energiekosten ließen sich von derzeit 1450 Euro pro Jahr im Fall einer Gasheizung auf 390 Euro pro Jahr reduzieren. Gleichzeitig würden im Jahr knapp sechs Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart.

"Ein energetisch sinnvoll modernisiertes Haus macht unabhängiger von den künftigen Preisentwicklungen für Gas, Öl oder Strom, bietet einen höheren Wohnkomfort und steigert den Immobilienwert. Die Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen rentieren sich für Hausbesitzer durch die massiven Energie- und Heizkosteneinsparungen", so Kohler weiter. Er wies gleichzeitig auf die Kreditprogramme hin, mit denen die KfW derlei Vorhaben zinsgünstig fördert.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hausfinanzierung

    Energiewende in Gebäuden: 100.000 weitere Handwerker benötigt

    Die Energiewende beim Gebäudebestand gehört zu einer der wesentlichen Maßnahmen bei den Anstrenguneng für mehr Klimaschutz in Deutschland. Einer Studie zufolge könnte der Umstieg auf klimafreundlichere Gebäude aber an fehlenden Fachkräften scheitern.

  • Heizkosten

    Verivox: Heizbedarf ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken

    Insgesamt ist der Heizbedarf im vergangenen Winter gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dennoch ist das Heizen mit Öl teurer geworden, so ein Preisvergleich von Verivox. Verbraucher mit einer Gasheizung hingegen profitieren von günstigeren Preisen, allerdings ist hier der Gastarif entscheidend.

  • Energieversorung

    Sieger des proKlima-Architekturwettbewerbs ausgezeichnet

    proKlima, ein Klimaschutzfonds der Stadtwerke Hannover und einiger umliegender Städte und Gemeinden, hat erneut Fördermittel bereitgestellt. Ausgezeichnet wurden dieses Mal Studierende vom Fachbereich Architektur der Uni Hannover, deren "warme Ideen für (k)alte Häuser" prämiert wurden.

  • Hochspannungsleitung

    Berliner Energietage 2004 eröffnet

    Vom heutigen Montag bis zum Mittwoch dieser Woche diskutieren in der Bundeshauptstadt mehr als 2000 Fachleute über energiebezogene Strategien und Konzepte. Ein Schwerpunktthema sind Perspektiven von Energiedienstleistungen - Contracting etwa gilt als öffentlich-private Partnerschaft mit Zukunft.

  • Stromtarife

    Irreführend: RWE wirbt für teure Nachtspeicheröfen

    Stark steigende Heizstrompreise bescheren knapp 2,2 Millionen Haushalten derzeit drastische Heizkostenanstiege. Weil weitere Preisanstiege zu befürchten sind, sollten die Mieten gesenkt werden, rät der Bund der Energieverbraucher. Eine RWE-Werbung für Speicheröfen wird als "grob irreführend" kritisiert.

Top