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ADAC testet acht E-Tretroller

Wer beim Kauf eines E-Tretrollers zu sehr auf das Geld schaut, spart an der falschen Stelle, zeigt ein Vergleich des ADAC. Unter acht Modellen erhielt nur der teuerste Roller die Note "gut". Bei einem Scooter-Modell brachen sogar Teile beim Test.

E-Scooter© zinkevych/ Adobe.com

Neue Plage für Großstädte oder innovative Mobilität? Am E-Tretroller scheiden sich die Geister. Doch wer so einen Tretroller mit Elektromotor nicht nur mieten, sondern privat kaufen will, muss für gute Qualität tief in die Tasche greifen. Das hat der ADAC in einem Test von acht Modellen zwischen 549 und 2.399 Euro ermittelt.

Der teuerste E-Roller gewinnt

Die teuersten drei Roller stehen bei dem Test am Ende auf dem Treppchen. Sie schneiden wie noch ein weiterer "gut" ab. Ein Roller für 799 Euro ist "mangelhaft" und fällt durch. "Befriedigend" sind drei Scooter, darunter der billigste auf dem vorletzten Platz.

Der teuerste Roller wird mit der Note 1,9 Testsieger und ist "gut". Der "BMW X2 City" kostet 2.399 Euro und punktet unter anderem mit seiner Verarbeitung, gut dosierbaren hydraulischen Bremsen und komfortablen Luftreifen mit 16 Zoll. Und als einziger im Test hat er einen austauschbaren Akku.

Sieger mit Nachteilen

Nachteile: Das gewöhnungsbedürftige Fußpedal zum "Gas geben". Zudem ist er mit 21,2 Kilo der zweitschwerste im Test. Bei der gemessenen Reichweite weicht er fast rund ein Drittel von den Herstellerangaben ab. Das verhinderte ein "sehr gut", so der ADAC.

Das Mittelfeld beim E-Scooter-Test

An zweiter Stelle liegt der "Egret Ten V4" für 1.649 Euro mit "gut" (2,0). Dahinter schneiden der "Metz Moover" für 1.998 Euro und der "IO Hawk Exit-Cross" für 1.199 Euro "gut" (beide 2,5) ab. Die Modelle im preislichen Mittelfeld von 549 bis 1.249 Euro schneiden "befriedigend" ab (3,3 bis 2,6).

Mangelhaft: Teile des Scooters halten dem Test nicht stand

Das Schlusslicht für immerhin 799 Euro ist "mangelhaft" (5,0). Recht kleine Vollgummireifen, abrupter Antrieb und eine schlecht dosierbare Trommelbremse am Vorderrad machen den Roller instabil. Im Test brach die Feder am Vorderraddämpfer und beim Überfahren eines Bordsteins versagte der Klappmechanismus.

Sicherheit und Reichweite: Auch hier gibt es Mängel

Einzig am Testsieger lässt sich mit Hilfe einer Pin der Antrieb sperren, was ein unbefugtes Losfahren verhindern soll. An fünf Modellen finden sich Haken. Damit lassen sie sich mit einem Schloss an festen Gegenständen sichern.

Im Test nennen die Hersteller zwischen 20 und knapp 50 Kilometer als Reichweite. Die gemessenen Werte wichen aber "teils drastisch" davon ab, so der ADAC. Und auch ein Blick auf die zulässigen Fahrergewichte ist wichtig: Sie reichen im Test von 88 bis 129 Kilo. Da kann es für schwere Menschen zum Teil schon eng werden.

Auch das Gewicht des Rollers selbst ist im Alltag wichtig: Vor allem Pendler sind auf ein geringes Eigengewicht der Roller und einen einfachen Klappmechanismus angewiesen. Zwei Roller im Vergleich wiegen über 20 Kilo. "Für einen Transport in Bus und Bahn eindeutig zu viel", resümiert der ADAC.

Wer einen Roller kaufen will, sollte nicht auf eine Probefahrt verzichten und sich ein Modell mit möglichst großen Rädern aussuchen, empfiehlt der Automobilclub. Sie sorgen für eine stabilere Fahrweise. Hydraulische Bremsen an beiden Rädern sind ein weiteres Plus für die Sicherheit.

Immer mehr Leihangebote weltweit

Gleichzeitig ist die Anzahl ausleihbarer Roller ist in diesem Jahr laut einem Report weltweit um 164 Prozent auf 66.000 Stück gestiegen. Allein in Deutschland sei die Zahl der Elektro-Roller um 47 Prozent auf knapp 4200 Fahrzeuge gewachsen, berichtete das Berliner Start-up Unu am Dienstag.

Europa führt demnach den Trend an. 82 Prozent der Städte, in denen Elektro-Roller zum Leihen zur Verfügung stehen, seien in Europa - angeführt von Madrid, Paris und Barcelona. In Deutschland wachse der Markt in die Breite. Angebote gebe es inzwischen hierzulande in 17 Städten, sagte Studienleiter Enrico Howe. Deutschland bleibe damit einer der wichtigsten Einzelmärkte.

Laut Report teilen sich mit Vogo, eCooltra, Bounce, Cityscoot und Coup fünf Anbieter weltweit mehr als die Hälfte des Marktes.

Quelle: DPA

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