Strompreisentwicklung

42 Grundversorger wollen die Strompreise erhöhen

Bisher haben nur wenige Grundversorger zum Jahreswechsel eine Preiserhöhung angekündigt. Etwa dieselbe vergleichsweise niedrige Anzahl an Anbietern will die Preise senken. Verbraucher können somit trotz der Maßnahmen der Bundregierung nur geringfügig mit Entlastungen rechnen.

19.11.2020, 10:36 Uhr (Quelle: DPA)
Steckdose© Birgit Reitz-Hofmann / Fotolia.com

Die Bundesregierung will die Verbraucher bei den Stromkosten entlasten. Doch die Strompreise in Deutschland bleiben auch im nächsten Jahr auf Rekordniveau. Die meisten regionalen Stromanbieter halten ihre Preise zum Jahreswechsel stabil.

Anpassung der Strompreise: Wie fallen die Kosten danach aus?

Nur ein kleiner Teil der rund 820 regionalen Stromversorger in Deutschland senkt die Preise. 45 Grundversorger haben Preissenkungen von durchschnittlich 1,8 Prozent angekündigt. Für eine Familie mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden bedeutet das eine Entlastung von 24 Euro.

Gleichzeitig haben 42 Grundversorger Preissteigerungen von durchschnittlich 2,4 Prozent mitgeteilt, was Mehrkosten von 31 Euro entspricht.

Deckelung der EEG-Umlage: Warum Strom dennoch nicht günstiger wird

Die Bundesregierung hat die Umlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) für das Jahr 2021 auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gedeckelt. Dadurch sinken die Kosten für einen Musterhaushalt um rund 10 Euro.

Gleichzeitig steigen jedoch die anderen Abgaben und Umlagen um rund 4 Euro. Die Stromnetzgebühren werden im bundesweiten Durchschnitt um 1 Euro angehoben.

"Die Mehrheit der Stromanbieter sieht trotz gedeckelter EEG-Umlage derzeit offenbar keinen Spielraum für günstigere Preise", sagt Thorsten Storck. "Wir rechnen daher für das kommende Jahr mit stagnierenden Strompreisen auf hohem Niveau."

Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhungen

Strom- und Gasanbieter haben noch bis zum 20. November Zeit, Preisänderungen an ihre Kunden weiterzugeben. Wer ein solches Schreiben erhält, hat ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht. Das bedeutet, Verbraucher können in der Regel ohne Einhaltung einer Frist aus dem Vertrag und zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Das kann sich lohnen. Wer noch in der teuren Grundversorgung steckt, zahlt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden aktuell 1.351 Euro für Strom. Die gleiche Menge gibt es beim günstigsten Tarif mit verbraucherfreundlichen Konditionen schon für 918 Euro – eine Ersparnis von 433 Euro, erklären die Experten von Verivox.

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Wir bieten auf unserer Webseite den gleichen Tarifrechner für Gas- und Stromverträge an wie unser Partner Verivox. Um herauszufinden, wie groß die Ersparnis beim Wechsel des Stromanbieters ausfällt, ist lediglich die Angabe der Postleitzahl und des Verbrauchs notwendig.

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