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260 Gasversorger kündigen Preiserhöhungen an

Hunderte Gasversorger wollen zum Jahreswechsel die Preise hochschrauben. Im Schnitt steigen die Kosten um 6,7 Prozent, in einigen Städten sind es sogar über zehn Prozent, berichtet das Vergleichsportal Verivox.

26.11.2020, 14:46 Uhr
Strom- und GaspreiseNur drei der 200 größten Städten können sich auf niedrigere Gaspreise freuen.© Kautz15 / Fotolia.com

Zum Jahreswechsel steigen die Gaspreise vielerorts deutlich an. Eine Analyse des Vergleichsportals Verivox zeigt, in welchen der 200 größten Städte es besonders teuer wird und wie Verbraucher dennoch sparen können.

260 Gasanbieter wollen die Preise erhöhen

Durch den neu eingeführten CO2-Preis verteuern sich die Heizkosten für Gaskunden deutlich, erklären die Experten des Portals. Zum Jahreswechsel hätten bereits rund 260 Gas-Grundversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 6,7 Prozent angekündigt. Für einen Musterhaushalt mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute das Mehrkosten in Höhe von rund 96 Euro pro Jahr. Gleichzeitig hätten nur wenige Gasversorger Preissenkungen angekündigt.

"Viele Gasversorger geben den neuen CO2-Preis, der ab dem kommenden Jahr auf fossile Kraftstoffe fällig wird, direkt an ihre Kunden weiter", sagt Thorsten Storck, Energieexperte von Verivox. "Da der CO2-Preis in den nächsten Jahren weiter steigt, müssen sich Verbraucher langfristig auf höhere Heizkosten einstellen."

Gaspreise steigen in einigen Regionen um über 10 Prozent

Den stärksten Preisanstieg mit rund 11 Prozent sei für Ahlen und Rheine angekündigt worden. Hier würden Mehrkosten von 136 bzw. 142 Euro pro Jahr fällig. Deutliche Preiserhöhungen von rund 10 Prozent gäbe es in Berlin, Detmold, Garbsen und Kempten. Die Bewohner der Bundeshauptstadt müssten in der Grundversorgung künftig rund 134 Euro mehr für Gas bezahlen.

Über sinkende Gaspreise könnten sich nur die Bewohner von drei der 200 größten Städte in Deutschland freuen: In Hamburg (-7 Prozent), Peine (-2 Prozent) und Leipzig (-1 Prozent) seiendie Grundversorgungstarife künftig etwas günstiger.

Welche Einsparungen sind durch den Wechsel des Gasanbieters möglich?

Wer in den letzten Tagen eine Gaspreiserhöhung bekommen habe, solle den aktuellen Gastarif kündigen und sich nach günstigeren Angeboten umschauen. Denn selbst die örtlichen Grundversorger böten oft deutlich günstigere Gastarife an.

Die größten Einsparungen erzielten Haushalte jedoch durch den Wechsel des Gasanbieters. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh spare der Wechsel aus der teuren Grundversorgung zum günstigsten verfügbaren Angebot mit empfehlenswerten Bedingungen im bundesweiten Durchschnitt 645 Euro pro Jahr ein. Wer bereits einen günstigeren Tarif beim örtlichen Grundversorger habe und wechselte, könnte durchschnittlich immer noch 320 Euro einsparen.

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