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20 Jahre: Preisentwicklung bei DSL, Energie und anderen Gütern

Die Preisentwicklung von DSL- und Mobilfunkverträgen ist unter vielen anderen Produkten im 20-Jahres-Vergleich tatsächlich erfreulich, zeigt eine Studie. Ganz anders sieht es da beispielsweise im Energiebereich aus.

Geld sparenDie stärkste Preissteigerung in den letzten 20 Jahren gab es der Untersuchung zufolge beim Heizöl.© gilles lougassi / Fotolia.com

Heidelberg - Das Glas Bier, der Liter Benzin, die Kilowattstunde Strom – in den letzten 20 Jahren ist alles teurer geworden. Oder stimmt das gar nicht? Eine aktuelle Verivox-Studie zeigt, wie sich die Kosten für zwölf alltägliche Verträge und Konsumgüter im 20-Jahres-Vergleich entwickelt haben.

DSL & Festnetz: User profitieren nicht nur von schnelleren Geschwindigkeiten

In Sachen Telekomunikation und Internet gab es für Verbraucher der Studie zufolge eine äußerst positive Entwicklung. Bei Internetanschlüssen profitieren Verbraucher demnach im Jahr 2019 von deutlich schnelleren Datenverbindungen und Flatrates für Telefonie und Internetnutzung. Heute koste ein DSL-Kombitarif der Telekom mit 50 Megabit pro Sekunde 39,95 Euro im Monat. Vor 20 Jahren habe ein Tarif mit lediglich 100 Inklusivstunden den Geldbeutel mit umgerechnet 125,97 Euro belastet. Der damalige Speed: maximal 768 Kilobit pro Sekunde – also nicht mal ein Megabit.

Über 18 Cent pro Minute für Gespräche in das Festnetz

Massiv gesunken seien in 20 Jahren auch die Minutenpreise beim Telefonieren. 1999 habe es noch verschiedene Tarifzeiten gegeben; besonders teuer seien Gespräche tagsüber an Werktagen gewesen. 18,36 Cent hätten Kunden in einem Telekom-Standardtarif vor 20 Jahren pro Minute im Festnetz dafür zahlen müssen. Heute gelte ein Tarif von 2,9 Cent rund um die Uhr – wenn Festnetzgespräche nicht sogar im Rahmen einer Flatrate inklusive sind.

Auch im Mobilfunk habe sich die Kostenstruktur massiv verändert: In einem Telekom-Prepaidtarif zahlten Kunden 1999 pro Minute 50,49 Cent – heute seien es 9 Cent.

1999-2019: Finanzielle Belastung ist in den meisten Fällen gestiegen

In den meisten Fällen haben sich die Preise jedoch genau gegenteilig entwickelt: Für acht der untersuchten Alltagsprodukte müssen Verbraucher oft erheblich tiefer in die Tasche. Auch gestiegene Löhne können die meisten Preissteigerungen kaum ausgleichen, urteilt das Vergleichsportal.

Strom- und Heizölpreise sind explodiert

Strom habe sich im Vergleich zu 1999 um 78 Prozent verteuert. Der Strompreis sei heute so hoch wie nie zuvor: Derzeit koste eine Kilowattstunde Strom 29,47 Cent, im Jahr 1999 seien es noch 16,53 Cent gewesen. Noch deutlich stärker seien die Preise für Heizöl gestiegen. Während ein Haushalt 1999 26,41 Cent für einen Liter auf den Tisch legen musste, sind es heute bereits 67,69 Cent, erklären die Experten. Damit habe sich Heizöl auf 20-Jahres-Sicht um 156 Prozent verteuert. Beim Liter Superbenzin läge die Preissteigerung bei 68 Prozent.

Preisentwicklung bei Versicherungen und Krediten

Eine durchschnittliche Jahresprämie für die Kfz-Haftpflicht sei heute lediglich 19 Euro im Jahr teurer als 1999. Die Kosten für einen Kredit mit vier Jahren Laufzeit seien in den letzten 20 Jahren sogar um 41 Prozent gesunken.

Der durchschnittliche Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung habe 1999 bei 13,6 Prozent gelegen. Aktuell seien es 15,5 Prozent. Da Krankenkassenbeiträge an die Lohnentwicklung gekoppelt seien und die Löhne ebenfalls stiegen, sei der Arbeitnehmeranteil heute 62 Prozent höher als vor 20 Jahren.

Teure Genussmittel: Preise für Bier, Eis und Zigaretten

Um 101 Prozent teurer geworden sei eine Maß Bier auf dem Münchner Oktoberfest und eine Packung Zigaretten habe sich im 20-Jahres-Vergleich sogar um 109 Prozent verteuert. Auch manche Süßigkeiten haben sich laut der Studie erheblich verteuert. Ein Eis der Marke Magnum Classic koste heute im Einzelverkauf 2,20 Euro, 1999 seien lediglich umgerechnet 0,92 Euro dafür fällig gewesen – eine Preissteigerung von 72 Prozent.

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