Ausbaupotenzial

2. Fachtagung WINDTECH: Windenergie bringt sichere Arbeitsplätze

120 Fachleute haben sich gestern in Grevenbroich zu einer Fachtagung getroffen. Wichtigstes Fazit: Deutschland ist und bleibt Windenergieland Nummer eins.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Zur zweiten Fachtagung WINDTECH über die technischen und wirtschaftlichen Perspektiven der Windenergienutzung kamen gestern etwa 120 Fachleute nach Grevenbroich. Die Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) und die WINDTEST Grevenbroich GmbH zogen als Veranstalter eine positive Bilanz: Deutschland ist und bleibt das Windenergieland Nummer eins in der Welt. Im Offshore-Bereich steckt noch sehr viel Ausbaupotenzial, das in NRW vor allem der mittelständischen Zulieferindustrie zukunftsfähige Arbeitsplätze sichern wird.

"Erneuerbare Energien nutzen nicht nur der Umwelt, sondern auch der Wirtschaft. In der Verbindung von Ökologie und Ökonomie eröffnen sich große Wachstumschancen für unser Land", erläuterte NRW-Städtebauminister Michael Vesper, in dessen Ressort die Breitenförderung der regenerativen Energien fällt. Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW, betonte die Erfolge bei der Förderung der Windenergie: "Das Land NRW hat durch das REN-Programm seitens des Wirtschafts- und des Städtebauministeriums von 1988 bis Ende letzten Jahres 918 Windenergie-Anlagen (WEA) mit rund 123 Millionen DM gefördert." Und auch das Thema Offshore wurde nicht ausgespart. Dr. Bernhard Richter, Geschäftsführer der 1996 gegründeten WINDTEST Grevenbroich GmbH: "Der erste Windpark ist genehmigt und weitere werden rasch folgen. Die geplanten Großanlagen mit bis zu fünf Megawatt werden zunächst an der Küste erprobt und dann auf See aufgestellt und vermessen. Die Größe von 110 Metern Durchmesser und Wassertiefen von 30 Metern stellen allerdings noch große technische Herausforderungen dar. Das betrifft sowohl die Lastannahmen und die Konstruktion aber auch den Betrieb und die Wartung."

"Weltweit hält der Wachstumskurs der Windenergie unvermindert an und Ende 2001 werden erstmals mehr als 20 000 Megawatt Windkraftleistung rund um den Globus installiert sein", bilanzierte Dr. Norbert Allnoch, Leiter des Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), Münster. In Deutschland wüden ab Ende 2001 mehr als 10 000 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von etwa 8000 Megawatt (2000: 6069 Megawatt) Strom erzeugen. Die deutsche Windstromproduktion steigt nach IWR-Angaben damit 2001 voraussichtlich auf etwa 13 Milliarden (2000: 9,1 Milliarden) Kilowattstunden. Das sind fast drei Prozent des bundesdeutschen Stromverbrauches.

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