Heute 40 Prozent Staatsanteil

1998 bis 2004: Strompreise stiegen weniger als Inflation

Die staatlichen Sonderlasten auf die Strompreise sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, und trotzdem sind die Stromkosten zwischen 1998 und 2004 weniger stark gestiegen als die Kosten der Lebenshaltung. Grund hierfür seien Rationalisierungserfolge im Wettbewerb gewesen, teilte der VDEW mit.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Trotz deutlich gewachsener staatlicher Sonderlasten sind die Strompreise seit 1998 weniger stark gestiegen als die Kosten der Lebenshaltung. Grund dafür waren vor allem Rationalisierungserfolge im Wettbewerb. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

Rund 52 Euro habe ein Drei-Personen-Musterhaushalt 2004 für Strom gezahlt. Das waren zwei Euro oder vier Prozent mehr als 1998, ermittelte VDEW. Die Inflationsrate habe in diesem Zeitraum neun Prozent betragen. Für 2005 erwartet der Branchenverband einen Anstieg der Strompreise insbesondere durch steigende Brennstoffkosten.

Der Staatsanteil an der Rechnung des Musterhaushaltes sei auf nahezu das Doppelte geklettert. 1998 machten Steuern und Abgaben 25 Prozent der Rechnung aus. 2004 ergaben Stromsteuer, Erneuerbare Energien-Gesetz, Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, Konzessionsabgabe und Mehrwertsteuer zusammen 40 Prozent, berichtet der VDEW.

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