Die Heizkosten fest im Griff: Infos und Tipps

Die Heizkosten gehören bei den jährlichen Ausgaben zu den ganz großen Rechnungsposten. Kein Wunder also, dass viele Verbraucher genau hier gerne sparen möchten. Was ein Haushalt Monat für Monat für das Heizen bezahlt, ist von vielen Faktoren abhängig. Wir klären über Kostentreiber auf und geben Tipps, wie die Heizkosten gesenkt werden können.

Durchschnittliche Heizkosten: Preisspanne von über 600 Euro

EnergiekostenEs gibt große Preisspannen bei den jährlichen Heizkosten.

Die Spanne für die Heizkosten ist in Deutschland enorm: Laut dem Heizkostenspiegel (auch Heizspiegel genannt), der jährlich von der co2online GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Mieterbund herausgegeben wird, betragen die Kosten für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern an Wohnfläche zwischen 550 und 1.200 Euro im Jahr (Stand 2017) – Eine erhebliche Preisspanne also!

Dem Verbund zufolge ist der energetische Sanierungsstand entscheidend für den Verbrauch an Heizenergie. Neben dem Verbrauch an Heizenergie und der Größe der Wohnung ist natürlich auch der Energieträger ein zentraler Faktor, wie hoch die Heizkostenabrechnung am Ende ausfällt.

Die unterschiedlichen Energieträger zum Heizen

Ganz grob kann bei den unterschiedlichen Energieträgern zum Heizen zwischen erneuerbaren und fossilen Brennstoffen unterschieden werden. In Deutschland sind noch immer fossile Energieträger am stärksten verbreitet. Die meisten heizen mit Gas oder Öl. Gleich vorne Weg: Ein großer Nachteil bei diesen beiden Brennstoffen ist, dass sie zur Neige gehen und irgendwann nicht mehr verfügbar sein werden. Außerdem sind die Preise von politischen Faktoren abhängig und die Preisentwicklung somit insgesamt schwerer abzuschätzen.

Ein Vorteil der beiden Brennstoffe ist sicherlich, dass die entsprechenden Anlagen in der Anschaffung günstiger sind als andere und beispielsweise konstanter Wärme liefern als eine Solarthermieanlage.

Vergleich Öl- und Gasheizung

Will man Gas und Öl direkt miteinander in Vergleich setzten, ist beispielsweise beim Heizöl der Nachteil, dass ein Öltank aufgestellt werden muss. Erdgas hingegen wird über ein öffentliches Netz zu den Häusern geliefert. Voraussetzung ist dann aber, dass ein Gasanschluss vorhanden ist. Eine Alternative kann Flüssiggas (Propan) sein, wobei hier auch wieder ein Tank benötigt wird. Sowohl bei der Gas- als auch bei der Ölheizung hat sich technisch in der Vergangenheit viel getan – beide Heizungstypen funktionieren mit Brennwerttechnik – eine effizientere Lösung. Das heißt umgekehrt aber auch, dass alte Heizanlagen ausrangiert gehören, was von der Bundesregierung sogar mit Zuschüssen für eine neue Heizung unterstützt wird.

Das gute ist, dass sowohl für Gas als auch für Heizöl eine größere Anzahl an Versorgern verfügbar sind und sich so eine Möglichkeit ergibt, die Heizkosten zu minimieren. Passende Anbieter für Gas und Heizöl können Sie übrigens ganz einfach über unseren Preisvergleich finden.

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Heizen mit Strom und erneuerbaren Energien

Beim Heizen mit erneuerbaren Energien oder mit Strom gibt es mehrere Heizungstypen. Als veraltete Technik gilt dabei die Nachtspeicherheizung, von der jedoch noch immer einige in deutschen Haushalten zu finden sind. Hier ist es besonders wichtig, einen günstigen Stromanbieter zu wählen. Auf die Stromkosten müssen auch diejenigen achten, die mit einer Wärmepumpe heizen, denn auch diese wird mit Strom betrieben.

Über unseren Heizstromrechner kann bequem angegeben werden, ob der Stromverbrauch mit einem Doppel- oder Eintarifzähler gemessen wird. Dazu muss neben der Zählerart auch der etwaige Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) und die Postleitzahl eingegeben werden.

Super effizient wird es natürlich, wenn für die Wärmepumpe gar kein Strom aus dem öffentlichen Netz benötigt wird, sondern beispielsweise von der Photovoltaikanlage vom eigenen Dach kommt. Oder umgekehrt: Mit Solarthermie kann die Heizungsanlage unterstützt werden, um so die Heizkosten zu senken und Geld zu sparen. Hier sind wir dann auch im Bereich der erneuerbaren Energien zum Heizen angekommen. Wer mit Strom heizt, kann natürlich auch einen Ökostromanbieter suchen, um grünen Strom zu beziehen. Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit, die Heizungsanlage mit Holzpelletes zu befeuern.

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Was ist eine Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizungen finden sich vor allem in älteren Häusern. Es gibt dabei spezielle Tarife, welche dabei helfen, die Kosten im Rahmen zu halten.

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Stromheizung: Unterschied Eintarif- und Doppeltarifzähler

Wer mit Strom heizt, verfügt teilweise über einen speziellen Stromzähler. Bei einem Eintarifzähler handelt es sich um ein Gerät mit einem Zählwerk, der den Haushalts- und den Heizstrom gemeinsam abmisst. Beim Zweizählertarif – auch Doppeltarifzähler genannt - aber finden sich zwei Zählwerke, die z.B. den in der Nacht und am Tag verbrauchten Strom, oder den Heiz- und Haushaltestrom getrennt abmessen können. Bei der letzten Variante ist es sogar möglich, zwei unterschiedliche Stromanbieter zu wählen.

Wer von der einen auf die andere Zählerart umsteigen möchte, der muss bei seinem Netzbetreiber nachfragen, ob die Kosten hierfür übernommen werden. Teilweise bleibt das Gerät dann auch Eigentum des Betreibers und wird monatlich von dem Stromverbraucher angemietet. Nach und nach aber sollen die Doppeltarif- und insgesamt die Stromzähler von Smartmetern abgelöst werden.

Heizkosten senken: Tipps und Tricks

Wer seine Heizkosten senken möchte, muss nicht unbedingt auf eine neue Heizungsanlage umsteigen. Allerdings ist es bei ganz alten Ölheizungen sogar gesetzlich vorgeschrieben und auch im Hinblick auf die Kosteneinsparungen absolut empfehlenswert. Bei einer bestehenden Anlage sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sie richtig funktioniert, sonst geht jede Menge Wärme und damit Geld verloren. Macht die Heizung ungewöhnliche Geräusche oder wird der Heizkörper nur ungleichmäßig warm, sollte die Funktion überprüft werden.

Heizkosten senken

SOS-Tipps für die Heizung

Wenn die Heizung nicht richtig warm wird, kann das verschiedene Ursachen haben. Hier erfahren Sie, was Sie dagegen machen können.

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Die Gasheizung richtig einstellen

Die richtige Einstellung der Gasheizung ist enorm wichtig, um effektiv zu heizen und nicht unnötig Geld auszugeben.

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Daneben kann jedes Haushaltsmitglied darauf achten mit Bedacht die Heizung zu nutzen und das eigene Heizverhalten kontrollieren. Kann die Heizung eventuell auch etwas heruntergeschraubt werden und muss sie tatsächlich Tag und Nacht laufen? Weitere Tipps, wie man die Heizkosten durch einfache Maßnahmen senken kann, liefert unser Ratgeber zum Thema "Heizkosten sparen"

Klima und Umwelt schützen

Der co2online GmbH zufolge entstehen in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung jährlich rund 1,8 Tonnen CO2, wenn der Verbrauch vergleichsweise niedrig ist. Bei einem höheren Verbrauch sei es doppelt so viel. Wer weniger Heizenergie benötigt, tut also nicht nur seinem Geldbeutel etwas Gutes. Wie hoch der CO2-Ausstoß ist, hängt ebenfalls von dem genutzten Brennstoff ab. Beispielsweise sind die Emissionswerte bei Heizöl zumeist höher als beim Erdgas. Wer mit erneuerbaren Energien heizt, kann noch mehr für Umwelt und Klima tun. Beim Heizen mit Holzpellets etwa, sollen die CO2-Emissionen besonders niedrig sein, da beim Heranwachsen des Holzes CO2 von den Pflanzen aufgenommen wurde. Kritiker stellen allerdings auch in Frage, ob das Verhältnis von Aufforstung und Abholzen in Einklang miteinander stattfinden.

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