Bausparen – mit Unterstützung zum Eigenheim

Wer ein Haus bauen, kaufen oder renovieren möchte, dem stehen Ausgaben bevor, die Normalverdiener schlucken lassen. Eine Möglichkeit, an das nötige Geld zu kommen, wenn der Lotto-Gewinn ausbleibt, ist ein Bausparvertrag.

Eine einfache Idee: Zusammen sparen

HausbauFür die Finanzierung eines Hauses gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Die Grundidee fürs Bausparen ist dabei schon alt und sehr simpel: Das Solidaritätsprinzip. Angenommen ich spare auf ein Haus, dann dauert es bisweilen Jahrzehnte, bis ich das Geld zusammen habe. Alle meine Freunde sparen aber auch auf ein Haus.

Irgendwer kommt dann auf die Idee, dass man doch zusammenlegen kann. Der Effekt könnte deutlicher nicht sein: Ein Jahr später steht das erste Haus. Statt zu warten, bis alle das Geld gesammelt haben, kann der erste schon anfangen, sobald die nötige Summe im Topf ist. Danach macht der nächste weiter und mit ein wenig Mathe stellt man fest: Die durchschnittliche Wartezeit auf ein Eigenheim hat sich deutlich verringert! Genau dieses Prinzip steht hinter Bausparverträgen, auch wenn heute noch einige Faktoren dazukommen.

Wie funktioniert modernes Bausparen?

Schließt man einen Bausparvertrag mit einer Bank ab, besteht dieser grob aus zwei Phasen. Als erstes spart der Bausparer, wie im Beispiel oben, legt also Geld in den Bauspartopf der Bank. Hat das Bausparguthaben eine gewisse Summe erreicht – meist 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme – kommt die zweite Phase.

Dabei bekommt man einen Kredit über die restliche Bausparsumme zusammen mit dem schon einbezahlten Geld inklusive Zinsen ausgezahlt. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass im Bauspartopf der Bausparkasse gerade genug Geld ist. Andernfalls muss man warten, bis sich bei der Bank wieder genug zur Auszahlung angesammelt hat. Nachdem man das Geld erhalten hat, zahlt man den Kredit-Teil des Bausparvertrages wie ein normales Darlehen zurück.

Neben den vergleichsweise günstigen Konditionen für diesen Kredit hat ein Bausparvertrag noch einen weiteren Vorteil. Meist sind nämlich die Zinsen, die man auf die einbezahlte Summe bekommt, bei Vertragsabschluss festgelegt und verändern sich nicht. Während alle Welt über niedrige Zinsen klagt, bekommt man also immer noch den besseren Satz vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.

Jedoch folgten aufgrund dieser Zinsen erste Kündigungswellen für Altverträge, welche bereits seit zehn oder mehr Jahren zuteilungsreif waren. Die Bausparkassen begründen das damit, dass die Bausparverträge nicht zum Sparen gedacht sind, sondern um Anspruch auf einen Baukredit zu erhalten.

Bausparen mit dem Partner seiner Wahl

Neben Bausparverträgen bei normalen Banken findet man die besten Konditionen und die beste Betreuung oft bei spezialisierten Bausparkassen. Beispiele für beliebte Anbieter sind unter vielen anderen Schwäbisch Hall, Signal Iduna Bauspar, Debeka oder Wüstenrot.

Hier gilt vor allem eines: Vergleichen, was das Zeug hält. Wenn man die ungefähre Summe, die das eigene Bauvorhaben brauchen wird, kennt, dann kann man sich den besten Bausparvertrag heraussuchen, in dem man verschiedene Angebote miteinander vergleicht. Bei den Summen, die große Bauvorhaben normalerweise verschlingen, zählt jedes Promille bei den Zinsen. Auch auf eventuell anfallende Abschlussgebühren und anderes Kleingedrucktes sollte man achten. Wer sich nicht sicher ist, welche Verträge sinnvoll sind, kann sich auch beraten lassen – natürlich von mehreren Anbietern, um ein ausgewogenes Bild zu bekommen.

Wofür darf das Bauspar-Geld eingesetzt werden?

Natürlich heißt das Ganze nicht umsonst Bausparvertrag. So muss das Geld aus dem Sparvertrag auch zu entsprechendem Zweck eingesetzt werden. Klassischer Nutzen ist zum Beispiel der Erwerb von Bauland, ein Hausbau oder andere Baumaßnahmen rund ums Haus. Dabei ist es explizit erlaubt, das Haus mit dem Bauspardarlehen zu renovieren. Auch kann man das Geld nutzen, um sich auf lange Zeit einen Platz zum Beispiel in einem Altersheim zu sichern, denn auch dabei geht es ums Wohnen.

Möchte man das Bauspardarlehen gewerblich nutzen, steht man vor ein paar Hürden. So muss das Gebäude, das gewerblich genutzt werden soll, ursprünglich als Wohnraum klassifiziert worden sein und in einem Wohngebiet liegen. Dazu kommt, dass das Gewerbe die allgemeine Wohnqualität in dem Gebiet positiv beeinflussen muss. Als Beispiel könnte man sich vorstellen, einen Friseursalon zu eröffnen oder als Handwerker die eigene Dienstleistung im Wohngebiet zur Verfügung zu stellen.

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