Wechselkennzeichen© ADAC
Wechselkennzeichen

Das in Deutschland Mitte 2012 eingeführte Wechselkennzeichen ist für Besitzer von zwei Autos, die immer nur eines davon bewegen, gedacht. Auf diese Weise kann man zwei Fahrzeuge der gleichen Klasse mit nur einem Kennzeichen fahren, wobei immer nur ein Fahrzeug auf öffentlichem Grund unterwegs sein darf.

Das Wechselkennzeichen: Ein Kennzeichen für zwei Autos

Das Wechselkennzeichen mag einigen aus der Schweiz oder Österreich bekannt sein. Dort beantragt man ein Wechselkennzeichen und zahlt Versicherung und Steuern für das größere Fahrzeug und für das kleinere nichts. In Deutschland ist es etwas anders. Hier sind weiterhin die Steuern für beide Wagen fällig und bei der Versicherung kommt es darauf an, ob man auf den Kundenkreis mit Wechselkennzeichen eingeht oder nicht. Ob sich ein erhoffter Preisvorteil durch das Wechselkennzeichen ergibt, ist demnach von der Versicherung abhängig.

Der Vorteil eines Wechselkennzeichen gegenüber eines Saisonkennzeichens ist, dass beide Fahrzeuge das ganze Jahr über genutzt werden können. Die Schilder können nach Lust und Laune getauscht werden. So kann man ein Oldtimer und Wohnmobil zeitlich uneingeschränkt nutzen. Allerdings muss man beachten, dass die beiden entsprechenden Fahrzeuge nie gleichzeitig genutzt werden können.

Wie sieht das Wechselkennzeichen aus?

Das Wechselkennzeichen besteht aus zwei Grundteilen: Einem wechselnden Teil und einem kleinen, fahrzeugbezogenen Schild mit einer "1" (für das erste Fahrzeug) oder "2" (für das zweite Fahrzeug), das fest am Wagen montiert ist. Bei Oldtimern folgt nach der Ziffer zusätzlich ein "H". So lässt sich das Fahrzeug eindeutig identifizieren, auch wenn der wechselnde Hauptteil nicht angebracht ist. Auf dem wechselnden Teil befindet sich das eigentliche Kennzeichen. Es wird immer an dem Wagen angebracht, der gefahren werden soll.

Voraussetzung für die Nutzung von Wechselkennzeichen ist, dass beide Fahrzeuge in die gleiche Fahrzeugklasse fallen. So kann man beispielsweise ein Wechselkennzeichen für einen PKW und ein Wohnmobil beantragen. PKW und Motorrad können jedoch nicht für ein gemeinsames Wechselkennzeichen zugelassen werden, da diese unterschiedlichen Fahrzeugklassen angehören.

WechselkennzeichenDie Grafik des ADAC zeigt, welche Fahrzeuge sich ein Wechselkennzeichen "teilen" können.© ADAC

Wo erhält man das Wechselkennzeichen?

Ein Wechselkennzeichen ist auf jeder Zulassungsstelle erhältlich. Hier kann es für etwa 100 Euro beantragt werden. Man kann beispielsweise, zwei PKW auf das Kennzeichen anmelden, aber auch Kombinationen aus PKW, Wohnmobil und Oldtimer sind möglich. Eine weitere Fahrzeugklasse bildet sich aus Motorrad, Quad und Leichtkraftrad und eine dritte Kategorie aus verschiedenen Anhängern.

Was muss beim Wechselkennzeichen beachtet werden?

Wer mit einem seiner beiden Wagen unterwegs ist, die auf ein Wechselkennzeichen angemeldet sind, sollte immer darauf achten, auch das komplette Kennzeichen am Wagen zu haben. Wer darauf nicht achtet, muss mit einer Strafe von 50 Euro rechnen. Wichtig zu beachten ist auch, dass das andere Fahrzeug auf privatem Grund abgestellt sein muss. Beim Parken auf öffentlichem Gelände ohne vollständiges Kennzeichen können auch hier Strafen fällig werden.

Wie werden die beiden Fahrzeuge versichert?

Steuerliche Vorteile hat man durch ein Wechselkennzeichen zwar nicht, aber finanziell lässt sich bei der Autoversicherung immerhin sparen. Einige Assekuranzen bieten Tarife mit Sonderkonditionen an, mit denen Nutzer eines Wechselkennzeichens günstiger fahren. Die Tarife berücksichtigen, dass beide Fahrzeuge nicht gleichzeitig genutzt werden. Dennoch empfiehlt es sich die Angebote der Versicherer genau zu prüfen. Denn trotz der Rabatte für Fahrzeuge mit Wechselkennzeichen, kann es sich aufgrund von Preisunterschieden eventuell lohnen, zwei seperate Versicherungen abzuschließen.

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