Wasserhahn© George Dolgikh / Fotolia.com
Wasserverbrauch

Der Mensch selber besteht aus etwa 70 Prozent Wasser. Da ist es ganz klar, dass wir tagtäglich auf Wasser angewiesen sind. Dabei sollte man jedoch nicht nur an das getrunkene Wasser denken, sondern auch an all das Wasser, das wir im Bad, Haushalt und Garten verbrauchen.

Der Wasserverbrauch der Deutschen geht zurück

Der Begriff "Wasserverbrauch" wird dazu genutzt, um den Verbrauch von Leitungswasser von Personen oder Haushalten zu bezeichnen. Dabei macht das getrunkene Wasser nur den geringsten Teil des täglichen Wasserverbrauchs aus. Viel mehr Wasser wird beim Duschen oder Putzen verbraucht.

Wofür verbrauchen die Deutschen das meiste Wasser?

Der Wasserverbrauch lässt sich am besten pro Kopf betrachten. Zunächst ist positiv anzumerken, dass die Deutschen deutlich sorgsamer mit der Ressource Wasser umgehen als noch vor einigen Jahren. Verbrauchte man im Jahr 1990 noch 147 Liter pro Tag und Kopf, sind es 2013 noch etwa 121 Liter.

Nach einer Statistik des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft wird am meisten Wasser im Bad verbraucht. Etwa 36 Prozent werden hier zum Duschen, Baden und für die Körperpflege verwendet. Gefolgt von Toilettenspülung (27 Prozent) und Wasseraufkommen für Dreckwäsche (12 Prozent) gelangt man schließlich zu einstelligen Prozentzahlen. Für Garten und Hofarbeiten werden sechs Prozent des Wassers verwendet, genau so wie für Abwascharbeiten in der Küche. Am wenigsten Wasser benötigen wir tatsächlich für unsere Ernährung und zum Trinken. Dies schlägt nur mit vier Prozent zu Buche.

Vergleicht man den deutschen Wasserverbrauch international, so steht dieser gar nicht schlecht da: Großbritannien folgt Deutschland auf der Ferse mit 148 Litern pro Kopf, Länder wie die USA mit 475 Liter und Kanada mit 310 Liter pro Kopf stellen dagegen eine andere Kategorie dar.

Virtueller Wasserverbrauch

Neben dem realen Wasserverbrauch, wie er bereits erläutert wurde, gibt es zusätzlich den sogenannten "virtuellen Wasserverbrauch". Dies ist der Verbrauch von Wasser, welcher nicht direkt durch die Person entsteht, sondern bei der Herstellung von Produkten, welche die Person konsumiert. Wird dieses Wasser mit berücksichtigt, kommt ein Deutscher auf täglich 4.000 bis 5.000 Liter Wasser.

Wasser sparen – ja oder nein?

Ob zu drastische Sparmaßnahmen sinnvoll sind, ist fraglich, denn genau dies könnte den Wasserpreis in die Höhe treiben. Warum das so ist, ist einfach darzulegen. Wird weniger Wasser verbraucht, so gibt es weniger Abwässer. Daraus ergibt sich jedoch das Problem, dass sich Unrat in der Kanalisation ansammelt, da das wenige Wasser diesen nicht mehr wegschwemmen kann. So muss dieser schließlich mit "Durchspülungen" entfernt werden, deren Kosten schließlich auf die Kunden umgelegt werden.

Trotzdem kann man durch bestimmte Maßnahmen seinen Wasserverbrauch und damit seine Kosten eindämmen. Kleine Änderungen der Verhaltensweisen und Gewohnheiten tun oft gar nicht weh und sind einfach umzusetzen. So kann man beispielsweise für Gartenarbeiten und Klospülung angesammeltes Regenwasser nutzen und Wassersparhähne am Waschbecken und in der Dusche installieren. Auch beim Kauf von Spül- oder Waschmaschine lohnt es sich oft, einen Blick auf den Wasserverbrauch zu werfen.

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