Wärmepumpeanlage© Roman Milert / Fotolia.com
Wärmepumpe

Bei der Wärmepumpe handelt es sich um eine thermodynamische Heizung, die Umweltwärme aus der Luft, dem Boden sowie dem Grundwasser nutzt. In Abhängigkeit von den vorherrschenden, natürlichen Voraussetzungen unterscheidet man zwischen verschiedenen Wärmepumpen-Systemen: Luft-/Wasser-Wärmepumpen, Erdreich-Wärmepumpen und Grundwasser-Wärmepumpen.

Die Wärmepumpe - ein umgepolter Kühlschrank

Zum Betrieb der Wärmepume wird Strom benötigt. Der kommt oft vom Grundversorger vor Ort. Zwar sind spezielle Wärmepumpen-Stromtarife vergleichsweise dünn gesät, dennoch haben neben den Grundversorgern auch einige überregionale Stromversorger solche Tarife in petto. Und es werden immer mehr. Wer Kosten sparen möchte, sollte einen kostenlosen Tarifvergleich machen. Der Anbieterwechsel funktioniert genauso wie beim normalen Haushaltsstrom.

Wie die Wärmepumpe funktioniert

Am Beispiel eines Kühlschranks kann man sich die Arbeitsweise einer Wärmepumpe leicht vergegenwärtigen, da beide Geräte nach demselben - wenn auch umgekehrten - Prinzip funktionieren: Kühlschränke ziehen Wärme aus ihrem Inneren ab und transportieren sie nach außen, während Wärmepumpen ihrer Umgebung Wärme entziehen, um sie als Heizenergie an ein Gebäude weiterzugeben.

WärmepumpenstromDas Prinzip einer Wärmepumpe am Beispiel einer Luftwärmepumpe.© Dirk Schumann / Fotolia.com

In der Wärmepumpe werden ein Sole- und ein Heizungskreislauf miteinander verbunden: Im Solekreislauf wird die Wärme aus der Wärmequelle durch einen Verdampfer auf das Arbeitsmedium, ein flüssiges Kältemittel, übertragen. In der Wärmepumpe saugt ein Kompressor mithilfe von Antriebsenergie das nun gasförmige Kältemittel an und erhöht dessen Druck. Dadurch steigt die Temperatur des Arbeitsmediums. Nun beginnt der Heizungskreislauf: Über den Wärmetauscher beziehungsweise den Verflüssiger gelangt die Wärme in das Heizungswasser, mit dem nun die Räume beheizt werden können. Im letzten Schritt wird das Kältemittel im Entspannungsventil abgekühlt und der Druck wieder verringert. Der Kreislauf kann nun von Neuem beginnen.

Wärmepumpe verursacht weniger CO2-Emissionen

Eine Wärmepumpe erzeugt aus circa 75 Prozent (kostenloser) Umweltwärme und 25 Prozent Antriebsenergie Wärme, die nicht nur zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung, sondern auch zum Kühlen genutzt werden kann. Da keine Verbrennung stattfindet, wird kein Kohlenstoffdioxid ausgestoßen. Damit arbeiten Wärmepumpen vergleichsweise umweltfreundlich. Gleichzeitig ist man nicht mehr länger von der Öl- beziehungsweise Gaspreisentwicklung abhängig. Dazu kommt, dass kaum Betriebs- beziehungsweise Verbrauchskosten anfallen.

Über die Effizienz von Wärmepumpen

Die installierte Wärmepumpe ist effizienter, wenn die Temperaturdifferenz zwischen dem Außenmedium und der gewünschten Heiztemperatur möglichst gering ist. Für die Installation einer Wärmepumpe ist auch von Belang, welcher Raum beheizt werden soll und auf welche Weise. So ist eine Flächenheizung oder auch Fußbodenheizung sinnvoll, weil mit weniger Vorlaufzeit geheizt werden kann. Eine Wärmepumpe ist ineffizient, wenn ihre Rohrleitungen schlecht isoliert sind oder insgesamt der zu heizende Raum schlecht gedämmt ist. Die so genannte Jahresarbeitszahl drückt das Verhältnis zwischen der von der Wärmepumpe gelieferten Wärme und ihrem elektrischen Energiebedarf aus. Für Erdwärmesysteme wird in der Regel eine höhere Energieeffizienz festgestellt als für Grundwasser- und Außenluftsysteme.

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