Strommessgerät© Bastian Weltjen / Fotolia.com
Strommessgerät

Einsparpotenziale im Haushalt lassen sich am effektivsten mit einem Strommessgerät ermitteln. Denn diese kleinen Geräte zeigen auf, wo versteckte Stromfresser im Haushalt verwendet werden und helfen so dabei, bares Geld zu sparen.

Mit einem Strommessgerät bares Geld sparen

Welches Gerät zieht wie viel Strom?

Energiefresser im Haushalt ausfindig zu machen ist das Ziel vieler, die ihre Stromkosten verringern wollen. Doch das ist meistens gar nicht so einfach, denn der tatsächliche Stromverbrauch hängt maßgeblich vom Alter und der Nutzung des Gerätes ab. So verbraucht beispielsweise der Kühlschrank deutlich mehr Strom, wenn er stündlich mehrfach über einen längeren Zeitraum geöffnet wird, als wenn nur eine Person zur Essenszeit einmal schnell hineinschaut. Um herauszufinden, ob nun besser in eine neue Waschmaschine oder einen neuen Kühlschrank investiert werden sollte, lohnt sich der Griff zu einem Strommessgerät.

Was kann ein Strommessgerät?

Strommessgeräte sind eine Art Stromzähler, an welche man ein Gerät anschließen kann. So erfährt man den Einzelverbrauch des gemessenen Geräts; auf den Hausstromzählern sieht man jedoch immer nur den Gesamtverbrauch des Haushaltes. Richtig angewandt verrät das Strommessgerät also, wie viel Strom beispielsweise der Kühlschrank oder der PC verbrauchen. Das hilft, den Stromverbrauch der Geräte korrekt einzuschätzen und gezielte Austauschmaßnahmen zu unternehmen.

Strommessgeräte kann man zum einen kaufen, jedoch auch an vielen Stellen leihen. So kann man die Messgeräte meist in Verbraucherzentralen oder bei den Stadtwerken bekommen, wenn man sich nicht gleich eines anschaffen möchte.

Strommessgeräte korrekt angewandt

Damit man vom Strommessgerät aussagekräftige Daten erhält, sollte man wissen, wie man die Messung am besten vornimmt. Für Elektrogeräte im Dauerbetrieb wie bei Kühlschrank oder Gefriertruhe sollte man den Stromverbrauch über einige Tage messen. Die Geräte ziehen nicht kontinuierlich Strom, der Verbrauch unterscheidet sich je nach Nutzung und Außentemperatur. Bei Geräten, die man selber bedient, wie Spülmaschine, Herd, Waschmaschine und Trockner, sollte man den Stromverbrauch in der üblichen Programmwahl messen. Anschließend kann man den Verbrauch hochrechnen.

Möchte man auch den Energiebedarf von PC, HiFi-Anlage oder TV messen, sollte man bedenken, dass diese Geräte je nach Leistung unterschiedlich viel Strom benötigen. Um eine möglichst realitätsnahe Messung zu erhalten, sollte man beispielsweise mit dem PC während der Messung ganz normal arbeiten.

Alternativen zum Strommessgerät

Wer sich kein Strommessgerät besorgen möchte, der kann mit zwei weiteren Werkzeugen seinen Stromverbrauch relativ gut zuordnen. Moderne Stromzähler, Smart Meter genannt, übermitteln den Stromverbrauch mehrmals am Tag dem Stromanbieter. Diese Daten kann der Kunde einsehen und Leistungsspitzen in seinem Stromverbrauch ausmachen und so auf Einzelgeräte Rückschlüsse ziehen.

Wer noch einen "normalen" Stromzähler im Haushalt verbaut hat, der kann über das sogenannte "Energiesparkonto", welches online zu finden ist, seinen Verbrauch eingeben und überwachen. Es handelt sich hierbei um ein Tool der co2online GmbH, in das man bestenfalls so oft wie möglich seine Daten eingibt, um möglichst genaue Analysen zu erhalten.

Aktuelle Nachrichten zum Thema
  • Wäsche waschen

    Wo die größten Stromfallen in Familien lauern

    Wo liegen die größten Kostenfallen - in der Küche, der Fernsehecke oder im digital aufgerüsten Kinderzimmer? Eine typische Familie in Deutschland mit zwei Kindern verbraucht pro Jahr im Schnitt fast 5.700 Kilowattstunden Strom. Dabei entfallen allein auf die elektrischen Geräte rund 4.500 Kilowattstunden.

  • Strompreise

    Smart Meter offenbar verantwortlich für WLAN-Störungen

    Im US-Bundesstaat Maine berichten zahlreiche Nutzer eines Smart Meters, dieses würde ihr WLAN und weitere elektronische Geräte stören. Sogar Feuermelder und elektrische Türöffner seien betroffen. Der Stromversorger meint dazu, wenn Frequenzen sich überlagern, solle man die Geräte weiter voneinander entfernt aufstellen oder den Kanal wechseln.

  • Stromtarife

    Viele Strom-Messgeräte arbeiten offenbar unzuverlässig

    Zwölf Energiekosten-Messgeräte wurden von der Zeitschrift Computerbild genauer unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich, dass günstige Fabrikate nur höhere Verbrauchswerte genau erkannten. Doch teuer ist nicht immer gut: Zwei 50-Euro-Modelle wiesen deutliche Mängel auf.

  • Stromtarife

    Initiative EnergieEffizienz: Alte Kühlgeräte austauschen

    Der alte Kühlschrank von Oma ist immernoch gut genug für die erste Studentenbude oder als Ausweichmöglichkeit im Partykeller?! Sicher, aber oftmals verbraucht er drei mal so viel Strom wie ein neues Gerät der günstigsten Effizienzklasse. Daher lohnt es sich, den Stromverbrauch im Auge zu behalten.

  • Strom sparen

    PC-WELT warnt vor versteckten Stromfressern am PC-Arbeitsplatz

    Ältere Hardware und Geräte ohne Netzschalter treiben die Stromkosten in die Höhe, schreibt die Computerzeitschrift PC-WELT in ihrer aktuellen Ausgabe. Mit kleinen Tricks könnten Verbraucher jährlich 100 Euro und mehr an Stromkosten sparen. PC-WELT-Tipp: TFT-Displays abschalten und auf Bildschirmschoner verzichten.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top