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Sonderkennzeichen

Neben den bekannten Saisonkennzeichen gibt es auf Deutschlands Straßen eine Vielzahl weiterer Kennzeichen - die nicht immer selbsterklärend sind. Daher folgt an dieser Stelle ein Überblick über die wichtigsten Sonderkennzeichen, die jedoch nicht alle für Privatpersonen zu nutzen sind.

Sonderkennzeichen: Vielfalt auf Deutschlands Straßen

Die nachfolgende Übersicht ist nicht vollständig; es gibt noch weitere Sonderkennzeichen, etwa militärischer Natur. Auch Diplomaten oder die Landesregierungen haben ihre eigenen Besonderheiten beim Kfz-Kennzeichen.

1. Saisonkennzeichen

Saisonkennzeichen erlauben es, ein Fahrzeug binnen der angegeben Zeit auf den Straßen zu bewegen. Der betreffende Zeitraum wird mit Ziffern auf dem Kfz-Kennzeichen vermerkt. Außerhalb dieser Zeit darf das Fahrzeug nicht auf der Straße gefahren werden, es darf noch nicht einmal dort parken. Es muss in einem umfriedeten Bereich oder einer festen Garage stehen. Infrage kommt das Saisonkennzeichen in erster Linie für Motorräder, Wohnmobile und Cabrios, die im Winter nicht genutzt werden. Der Vorteil ist, dass die Steuern nur für den Betriebszeitraum berechnet werden. Außerdem spart der Halter des Fahrzeugs Zeit und Geld für die jährliche Neuzulassung.

2. Rote Händlerkennzeichen

Ein rotes Kfz-Kennzeichen wird nicht nur für Händler vergeben, sondern auch für Oldtimer. Händler nutzen diese Kennzeichen in erster Linie für Probe- und Überführungsfahrten. Die Abgabe der Kennzeichen erfolgt nur an gewerbetreibende Händler oder Fahrzeughersteller. Die Nummernschilder besitzen Ziffern, die mit der 06 beginnen.

Auch Privatleute können rote Kennzeichen beantragen und nutzen diese dann unter anderem für Überführungsfahrten ihrer Oldtimer. Hierfür wird die Ziffernfolge 07 verwendet. Es wird ein Fahrzeugscheinheft vergeben, in das die Nutzung eingetragen werden muss.

3. Spezielle Kennzeichen für Oldtimer

Oldtimer erhalten Nummernschilder mit einem "H", welches für "historisch" steht. Dabei muss der Oldtimer einen verkehrssicheren Zustand aufweisen, andernfalls erhält er keine Zulassung. TÜV oder DEKRA überprüfen dies vor der Vergabe der Nummernschilder.

4. Grüne Kennzeichen

Fahrzeuge von Schaustellern, landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge oder teilweise auch Rettungswagen werden mit grünen Kennzeichen zugelassen. Für diese Fahrzeuge müssen keine Steuern gezahlt werden. Privatleute nutzen grüne Kennzeichen in der Regel nur für Traktoren und ähnliche Landwirtschaftsfahrzeuge.

5. Kurzzeitkennzeichen

Bereits seit dem Jahr 1998 gibt es keine Überführungskennzeichen mehr für Privatpersonen. Stattdessen werden Kurzzeitkennzeichen vergeben, die für einen Zeitraum von maximal fünf Tagen gelten. Diese können nicht für beliebige Fahrzeuge verwendet werden, sondern kommen nur bei Überführungs-, Probe- oder Prüfungsfahrten zum Einsatz. Im rechten Feld auf dem Nummernschild wird das Datum des Tages angegeben, an dem die Kennzeichen das letzte Mal genutzt werden können.

6. Kennzeichen für den Export

Werden Fahrzeuge ins Ausland überführt, bekommen sie spezielle Ausfuhrkennzeichen. Die Pkw müssen eine gültige Haftpflichtversicherung aufweisen und bei der Zulassungsstelle vorgeführt werden. Außerdem ist eine gültige Betriebserlaubnis Voraussetzung für die Vergabe der Kennzeichen. Maximal sind diese Nummernschilder ein Jahr gültig, die Dauer der Nutzung ist im rechten Bereich des Kennzeichens angegeben.

7. Kennzeichen für Behörden

Behörden und Verwaltungen des Bundes, der Länder sowie der Gemeinden können besondere Behördenkennzeichen beantragen. Hierbei gibt es keine Mittelbuchstaben, allein die Zahlen weisen das betreffende Fahrzeug aus. Die erste Ziffer steht für die jeweilige Behörde.

8. Kennzeichen für das Technische Hilfswerk

Fahrzeuge des THW nutzen speziell reservierte Kennzeichen, die vom Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums vergeben werden. Die auf dem Kennzeichen befindlichen Nummern sind vier- bzw. fünfstellig (hauptamtliche Dienststellen und Ortsgruppen).

9. Kennzeichen der Bundeswehr

Die Bundeswehr verwendet als Buchstaben das "Y" und eine maximal sechsstellige Zahl auf ihren Nummernschildern. Außerdem befindet sich eine deutsche Flagge links vom Buchstaben.

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