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Sollzins

Als Sollzins werden allgemein die Zinsen für das Geldleihen von einem Kreditinstitut bezeichnet. Der Sollzins ist für den Kreditgeber der Verdienst an einem Kreditgeschäft; für den Kreditnehmer ist der Sollzins die eigentliche Ausgabe für das geliehene Geld. Die monatliche Zahlung an die Bank oder Sparkasse setzt sich aus dem Sollzins sowie aus der Tilgung zusammen.

Sollzins – Definition und Informationen zum Thema

Sollzins in unterschiedlichen Varianten

Der Sollzins steht immer im direkten Zusammenhang mit der Kreditgewährung. Zu den gängigen Krediten gehören der Dispo-Kredit auf dem Girokonto, der Raten- oder der Rahmenkredit, das Baudarlehen oder ein Zwischenfinanzierungskredit. In all diesen Fällen wird der Sollzins unterschiedlich berechnet und festgelegt. Dabei wird der feststehende sowie der variable Sollzins unterschieden. Wie der Name schon andeutet, steht der feststehende Sollzins für die vertraglich vereinbarte Kreditlaufzeit unveränderbar fest.

Das genaue Gegenteil dazu ist der Sollzins für den Dispo-Kredit. Darüber wird kein Kreditvertrag abgeschlossen. Der Dispo-Kredit ist ein Angebot des kontoführenden Kreditinstituts, das der Kontoinhaber annehmen kann. Wenn er das tut, dann muss er den Sollzins so akzeptieren, wie er vom Kreditgeber festgesetzt wird. Darüber gibt es weder eine Absprache noch eine Vereinbarung oder einen Vertrag.

Wertstellung und Sollzins

Der Sollzins wird in allen Fällen taggenau und für die jeweils in Anspruch genommene Kreditsumme berechnet. Auf dem Girokonto wird das beispielsweise am Wochenende durch den Tag der Wertstellung besonders deutlich. Die Onlinebuchung erscheint sofort nach der Eingabe auf dem Kontoauszug, die Wertstellung ist auf den darauf folgenden Werktag datiert. Dazwischen können durchaus Sonn- und Feiertage liegen. Der Sollzins wird also nicht ab dem Tag der Onlinebuchung, sondern ab dem der Wertstellung berechnet. Dem Girokonto belastet wird der Sollzins entweder monatlich oder vierteljährlich im Nachhinein.

Bonitätsabhängiger Sollzins bei Kreditantrag

Banken und Sparkassen werben bei ihren Kreditangeboten mit einem bonitätsabhängigen oder bonitätsunabhängigen Sollzins. Dieser Prozentsatz ist eine Grundlage für die anschließende Berechnung des Effektivzinssatzes. Der bonitätsabhängige Sollzins wird bis zur Festsetzung flexibel gehalten; danach ist er beim Ratenkredit ein fest stehender Sollzins. Der bonitätsunabhängige Sollzins hingegen wird von Beginn an als unabänderlicher Sollzins angeboten. Eine Grundlage für diese Entscheidung der Banken und Sparkassen ist der Schufa-Score.

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