SEPA© Thorben Wengert / Fotolia.com
SEPA

SEPA ist die Abkürzung für "Single Euro Payments Area" und bezeichnet das Projekt eines einheitlichen Zahlungsraums in Europa. Mit dieser ab Februar 2014 greifenden Neuerung soll das bargeldlose Zahlen, besonders über Landesgrenzen hinweg, standardisiert und auf diesem Wege einfacher werden.

SEPA macht grenzüberschreitende Zahlungen einfacher

Mit SEPA ist es egal, ob man von Deutschland auf ein zweites deutsches Konto Geld überweisen möchte, oder ob das Geld beispielsweise nach Frankreich, Liechtenstein oder Italien gehen soll.

Wer hat sich SEPA angeschlossen?

SEPA gibt es ab 2014 in insgesamt 34 Staaten, wobei die ganze Europäische Union einbegriffen ist, auch wenn das Land nicht die Euro-Währung hat. Neben den EU-Ländern haben sich zudem Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Monaco und San Marino SEPA angeschlossen. Daneben gibt es auch Länder, in denen es zwar den Euro gibt, die aber dennoch nicht an SEPA teilnehmen. Herzu gehört der Vatikanstaat.

Die IBAN, das Herz von SEPA

Am wichtigsten für das neue SEPA-Verfahren ist die IBAN, die internationale Bankkontonummer, welche künftig die Bankleitzahl und Kontonummer ersetzen wird. Innerhalb der IBAN finden sich ein Länderkennzeichen sowie weitere Informationen über das Konto, wie Bankleitzahl und Kontonummer. Zudem ist eine zweistellige Prüfziffer enthalten, die verhindern soll, dass unbemerkt Schreib- und Tippfehler zu einer falschen Geldverschiebung führen.

Weltweit einmalig: der BIC

BIC ist eine weitere Größe, die mit SEPA einhergeht. Hinter dieser Abkürzung steckt ein englischer Begriff, der so viel wie "internationaler Bank-Code" bedeutet. Dies stellt einen Code dar, über den sich das Bankinstitut zweifelsfrei zuweisen lässt und der ebenfalls angegeben werden muss. Bis 2016 soll der BIC jedoch nicht mehr zwingend notwendig sein.

Wo findet man BIC und IBAN?

BIC und IBAN findet man auf Bankauszügen, Rechnungen oder Briefen von der Bank. Wer seine Geldgeschäfte online erledigt, der findet die Nummern unter Reitern wie "Kontodetails" oder "Daten". Aber auch auf einer neueren Bankkarte, die nach 2013 ausgegeben wurde, findet man IBAN und BIC.

Der Übergang zu SEPA

SEPA-Überweisung und –Lastschrift gibt es schon länger, jedoch soll das neue System die nationalen Zahlungssysteme nun ganz ablösen. Grundsätzlich soll ab Februar 2014 jede Überweisung über SEPA laufen, jedoch gibt es für Privatkunden eine Übergangszeit von zwei Jahren, in der die alten Bankdaten – sprich Kontonummer und Bankleitzahl - noch angenommen und kostenlos in die neue SEPA-Schreibweise umgeschrieben werden. Firmen und Vereine müssen bereits vorher umstellen, hier wurde die Frist von der EU bis zum August 2014 verlängert, um die schleppende Umstellung zu erleichtern.

Das wichtigste zu SEPA

  • Seit wann gibt es Sepa?

    Seit Anfang 2008 bieten Banken ihren Kunden Sepa-Überweisungen an, seit 2009 auch Sepa-Lastschriften. In der Praxis nutzen die meisten Bankkunden diese aber nur bei Transfers ins Ausland, insbesondere die Deutschen hängen an ihrem System. Die EU hat daher einen Termin gesetzt: Ab 1. Februar 2014 ist die internationale Kontonummer IBAN Pflicht - auch für Überweisungen und Lastschriften im Inland. Zu Sepa gehören seit dem 1. Juli 2013 insgesamt 33 Länder, das sind die 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz.

  • Was ist die IBAN?

    Die IBAN besteht aus Buchstaben und Zahlen. Sie beginnt mit dem Ländercode (für Deutschland: DE) und einer zweistelligen Prüfziffer. Danach folgt eine nationale Komponente, in Deutschland sind das die Bankleitzahl und die Kontonummer. Wirklich neu an dieser Kombination ist also nur die Prüfziffer.

    IBAN
  • Was ist die BIC?

    Der internationale Code zur Identifizierung der Bank (BIC) ersetzt bei Sepa die Bankleitzahl. Statt Zahlen gibt es eine Buchstabenfolge, die die Zielbank eindeutig identifiziert. Der Code, manchmal auch SWIFT-Code genannt, besteht aus acht beziehungsweise elf Zeichen. Allerdings ist die alte Bankleitzahl ja schon in der IBAN enthalten. Deshalb soll der BIC ab Februar 2014 bei Transfers im eigenen Land wegfallen, ab Februar 2016 auch bei Zahlungen ins Ausland.

    BIC
  • In welcher Währung sind SEPA-Zahlungen möglich?

    Nur in Euro. Überweist ein Bankkunde in anderen Währungen, muss er eine Auslandsüberweisung vornehmen.

  • Was ändert sich durch SEPA konkret für mich?

    Bei Überweisungen muss er künftig mehr Kästchen als sonst ausfüllen. Statt der inländischen Kontonummer mit meist 10 Stellen muss der Verbraucher die internationale Kontonummer IBAN eintragen. Die Länge der IBAN ist von Land zu Land unterschiedlich und darf maximal 34 Zeichen umfassen. Derzeit variiert in der Praxis die Anzahl von 15 in Norwegen bis 31 in Malta. In Deutschland hat die IBAN immer 22 Stellen.

  • Was passiert beim Vertipper in SEPA-Überweisungen?

    Verschreibt sich der Bankkunde - etwa beim Online-Banking - bei der Nummer, wird die Überweisung automatisch gestoppt. Es erscheint eine Fehlermeldung. Die IBAN schützt den Verbraucher somit nach Bankenangaben vor Falschüberweisungen durch Zahlendreher.

  • Wann muss ich auf SEPA umsteigen?

    Vom 1. Februar 2014 an ist die Umstellung Pflicht. Bis dahin gelten Sepa und die nationalen Zahlungssysteme parallel. Für eine Übergangsfrist von zwei Jahren können Verbraucher die alte Kontonummer national noch nutzen; ihre Bank rechnet in die IBAN um.

Quelle: DPA

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