Motorrad© Gordon Bussiek / Fotolia.com
Saisonkennzeichen

Saisonkennzeichen ermöglichen die Zulassung eines Kraftfahrzeugs für wenige Monate, wobei der Besitzer Steuern sparen kann. Typischerweise findet man Saisonkennzeichen bei Motorrädern, Cabrios und anderen Fahrzeugen, die nicht das ganze Jahr über gefahren werden.

Steuern sparen mit dem Saisonkennzeichen

Saisonkennzeichen gibt es seit dem 1. März 1997. Sie sind beispielsweise für Autobesitzer geeignet, die ihren Pkw nicht das ganze Jahr zulassen und somit Steuern sparen wollen. Weitere Vorteile des Saisonkennzeichens sind der verminderte Verwaltungsaufwand bei der Zulassung und die Einsparung von Anmeldekosten. Bereits nach zwei Jahren rechnen sich die Einsparungen gegenüber den Kosten bei einer Abmeldung und erneuten Zulassung.

Klare Regeln fürs Fahren mit Saisonkennzeichen

Mit einem Saisonkennzeichen darf ein Pkw auf der Straße nur innerhalb des angegebenen Zeitraums bewegt werden. Am rechten Rand des Kennzeichens stehen zwei Ziffern, von denen die obere den Anfangs-, die untere den Endmonat der Zulassung darstellt. Stehen hier beispielsweise 5 und 10, so ist das Fahrzeug von Mai bis Oktober zugelassen. Außerhalb dieses Zeitraums darf es nicht auf der Straße gefahren werden.

Die Saison legt der Fahrzeughalter selbst fest, wobei zwei Monate das Minimum sind, elf Monate das Maximum. Der betreffende Zeitraum ist neben dem Kennzeichen auch auf der Versicherungskarte und im Fahrzeugschein vermerkt.

Wohnmobile, Cabrios oder Motorräder sind prädestiniert für die Zulassung mit einem Saisonkennzeichen. Diese Fahrzeuge überwintern oft in der Garage, wobei für diese Zeit keine Steuern bezahlt werden müssen. Möglich ist auch die Zulassung eines Fahrzeugs mit Saisonkennzeichen, wenn beispielsweise immer nur in den Wintermonaten ein Auto gebraucht wird.

Das Fahrzeug außerhalb der Saison

In der Zeit, in der das Fahrzeug nicht zugelassen ist, darf es nicht auf der Straße gefahren werden. Das heißt, es muss in einem befriedeten Bereich parken und darf nicht einmal auf der Straße stehen. Wird dagegen verstoßen, wird ein Bußgeld fällig. Außerdem droht das Abschleppen. Zusätzlich gibt es sogar Punkte in Flensburg! Das Bußgeld erhöht sich, wenn der Pkw mit abgelaufenem Kennzeichen auf der Straße bewegt wird. Somit darf ein Fahrzeug auch nicht zum TÜV gefahren werden, wenn es keine gültige Zulassung besitzt. Läuft der TÜV während der Zeit ab, in der das Auto abgemeldet ist, muss die Hauptuntersuchung im ersten Monat der neuen Zulassung stattfinden.

Wer gar ein Fahrzeug ohne gültige Saisonkennzeichen auf der Straße fährt und einen Unfall baut, kann nicht auf den Schutz durch seine Versicherung zählen.

Weitere Vorteile durch das Saisonkennzeichen

Der Halter des Fahrzeugs spart neben den Steuern in der Regel auch an der Versicherung, denn inzwischen bieten einige Versicherungen Rabatte an, wenn ein saisonales Kennzeichen verwendet wird. Wichtig zu wissen: Die Haftpflicht- und die Kaskoversicherung laufen während der Betriebspause wie gewohnt weiter, wobei die Haftpflicht auch als Ruheversicherung für ein Jahr möglich ist. Dann fallen keine Beitragszahlungen für diese Zeit an. Der Vorteil dabei ist, dass die Versicherung im Schadensfall zahlt, wenn zum Beispiel das Auto durch einen Brand beschädigt oder wenn es gestohlen wird.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top