Festnetzanschluss© M.Jenkins / Fotolia.com
Rufnummernportierung

Wer den Telefon- oder Handyanbieter wechselt, der hat oft Bedenken, dass seine Freunde und Verwandten ihn vergeblich versuchen unter seiner alten Nummer zu erreichen. Jedoch muss man sich bei einem Anbieterwechsel gar nicht von seiner alten Nummer verabschieden.

Dank Rufnummernportierung die alte Nummer behalten

Eine Rufnummernportierung wird meistens vollzogen, wenn jemand den Anbieter seiner Telefon- oder Handyverbindung wechselt. In diesem Fall bekommt man in der Regel eine neue Rufnummer vom Anbieter zugeteilt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, seine alte Rufnummer vom bisherigen Anbieter mit zum neuen zu nehmen. Der alte Anbieter ist mit wenigen Ausnahmen zu der Rufnummernportierung verpflichtet, sodass Sie Ihre Rufnummer in den meisten Fällen behalten können, wenn Sie das möchten.

Wie läuft eine Rufnummernportierung ab?

Wer sich zur Mitnahme der Rufnummer entschieden hat, der sollte dies bereits auf der Kündigung beim alten Anbieter vermerken und beim neuen Anbieter einen Portierungsantrag stellen. Oft fragt der künftige Anbieter auch bei Vertragsabschluss nach, ob eine Portierung gewünscht ist.

Hierbei sollte beachtet werden, dass der Anspruch an die Rufnummer 30 Tage nach Vertragsauslauf verfällt und entsprechend früh gehandelt werden sollte. Damit die Portierung problemlos abläuft, sollte man darauf achten, dass die Daten beim alten und neuen Anbieter genau übereinstimmen. Die Rufnummernportierung findet maschinell statt und wenn dort Daten nicht übereinstimmen, treten meistens Probleme auf.

Wie viel darf die Rufnummernportierung kosten?

Für die Mitnahme der Handynummer wird vom aufnehmenden Anbieter in der Regel nichts verlangt, vom alten Provider jedoch schon. Oft liegt diese Gebühr bei um die 25 Euro, maximal dürfen jedoch knapp 31 Euro verlangt werden. Viele Mobilfunkanbieter gewähren einen Bonus in Form von Startguthaben, wenn die Rufnummer mitgebracht wird; dieser Betrag Entspricht in etwa den Kosten, die beim Altanbieter fällig werden.

Aufgrund der Rufnummerportierung ist es für Verbraucher nicht mehr möglich, von Handy-Vorwahlen wie wie 0172, 0171 oder 0176 direkt auf das Netz zu schließen. Denn die Vorwahl wird bei der Portierung an den neuen Anbieter übergeben. Die meisten Mobilfunkanbieter bieten daher über netzinterne kostenlose Servicerufnummern die Möglichkeit, das jeweilige Netz zu erfragen.

  • Telekom Festnetz: Anruf auf die 01805-001133
  • Telekom Mobilfunk: Anruf auf die 4387 (netzintern kostenlos) oder SMS mit Rufnummer an Kurzwahl 4387
  • O2: SMS mit „NETZ Rufnummer“ an Kurzwahl 4636 (netzintern kostenlos)
  • Vodafone: Anruf auf die 12313 (netzintern kostenlos)
  • E-Plus: Anruf auf die10667 (netzintern kostenlos)

Alternativ gibt es auch verschiedene Service-Websiten, über die man das entsprechende Netz einer Mobilfunknummer ermitteln kann.

Rufnummernportierung während eines laufenden Vertrags

Wenn der alte Vertrag noch läuft, man jedoch schon den neuen Vertrag mit der alten Nummer nutzen möchte, ist meist auch dies möglich. Die Novelle des Telekommunikationsgesetzes, die 2012 in Kraft trat, sieht dies vor. Die bestehende Nummer wird dann zum anderen Anbieter portiert und eine neue Nummer zugewiesen.

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