Datensicherheit© Sergey Nivens / Fotolia.com
NSA

Die NSA – der Geheimdienst der USA. Was und wo er etwas macht, weiß niemand so wirklich. Alles streng geheim! Und trotzdem sickern immer wieder Informationen durch, die zu Skandalen und einem Aufschrei in der Bevölkerung führen.

Die NSA: Ein Geheimdienst in der Öffentlichkeit

NSA ist eine Abkürzung uns steht für National Security Agency – Nationale Sicherheitsbehörde. Gegründet wurde sie im Jahr 1952, um internationale Nachrichten abzuhören und so überwacht die NSA seitdem weite Teile der Welt. Schätzungen zufolge dürften bei der NSA rund 40.000 Menschen angestellt sein und etwa 11 Milliarden US Dollar müssten pro Jahr dem Geheimbund zur Verfügung stehen. Das Problem: Niemand weiß so genau, was der Dienst alles macht – sonst wäre er wohl kaum geheim.

Im Kalten Krieg war man vornehmlich darauf fokussiert, herauszufinden, was die sowjetische Seite als nächstes plante. Zum Ende des Kalten Krieges hin stellte man viele Überwachungsmaßnahmen ein. Nach dem 11. September 2011 hatte man jedoch einen neuen Feind ausgemacht: den Terrorismus. So wurden die Projekte wieder zahlreicher, sowohl innerhalb des Landes als auch außerhalb.

Die NSA in Deutschland

Obwohl die NSA eigentlich ein US-amerikanischer Geheimdienst ist, zeigt man viel Interesse am weltweiten Geschehen. Man arbeitet eng mit befreundeten Staaten zusammen und so gibt es auch in Deutschland einen Außensitz der NSA. Hier überwacht der Geheimdienst Datenströme und filtert sie je nach aktuellen Projekten und Belangen. So sollen die nationale Sicherheit sichergestellt und drohende Terrorgefahren rechtzeitig erkannt und gebannt werden. Wohin die Daten jedoch noch gehen und wofür, das weiß niemand so recht.

Über Skandale und Überläufer

Auch wenn alle Projekte und Machenschaften der NSA eigentlich unter Verschluss gehalten werden sollten, so lässt es sich doch manchmal nicht vermeiden, dass doch Daten an die Öffentlichkeit gelangen. Manche werden freiwillig preisgegeben – andere weniger.

Und dies war schon immer so: Bereits wenige Jahre nach der Gründung liefen zwei Analytiker nach Russland über und gaben zahlreiche Informationen preis. Ein anderer schaffte es sogar, 17 Jahre lang der Sowjetunion unbemerkt Informationen zuzuspielen. Auch Deutschland wurde in den 90er Jahren mit Informationen über die Tätigkeiten der NSA versorgt.

Der Paukenschlag kam 2013

Man wusste also schon seit längerem, dass die NSA ihre Nase gerne in Dinge steckte, die sie vielleicht gar nicht so viel angehen dürften. Trotzdem empörte man sich weltweit darüber, als Edward Snowden zahlreiche Daten der NSA offenlegte. Neben zahlreichen Daten-Sammel-Projekten fand man auch heraus, dass wichtige Politiker, unter anderem auch Angela Merkel, durch die NSA abgehört wurden.

Es kam zudem heraus, dass man bei der NSA mit Deutschland doch nicht auf ganz so vertraulichem Fuß steht: Man kooperiere zwar mit dem Land, allerdings sieht man die Abhörung und Überwachung als legitim an.

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