Bezahlen per Handy© Artur Marciniec / Fotolia.com
NFC

Ist man auf der Suche nach einem neuen Smartphone stolpert man oft über drei Buchstaben: NFC. Was sich dahinter verbirgt, weiß man meist nicht so genau und interessiert sich auch nicht weiter dafür. Dabei kann NFC durchaus ziemlich praktisch sein.

NFC: Die Möglichkeiten der Nahfunk-Technik

NFC ist eine drahtlose Übertragungstechnik, die besonders sicher sein soll. Die Buchstaben stehen für Near Field Communication, was übersetzt so viel bedeutet wie Kommunikation innerhalb eines kleinen Radius. Klein muss der Radius zwischen den beiden Endgeräten dabei wirklich sein. Um als besonders abhörsicher zu gelten, hat NFC nur eine Reichweite von bis zu zehn Zentimetern. So kann man seine Daten übertragen und sicher sein, dass sie der Fremde einen Zugplatz weiter vorne nichts abgreifen kann.

NFC zum bargeldlosen Bezahlen

Manchen mag die eingeschränkte Reichweite von NFC und auch die geringe Geschwindigkeit von nur 424 KB/s als nicht sehr erstrebenswert erscheinen. Jedoch sollte man bedenken, dass die geringe Reichweite die Datenübertragung sehr viel sicherer macht. Und genau auf diesem Sicherheitsaspekt möchte man aufbauen: Über NFC lassen sich Zahlungsvorgänge vornehmen oder Eintrittskarten und Tickets aufs Smartphone laden. Auch praktisch ist NFC sein, wenn an Bushaltestellen Fahrpläne aufs Handy kommen oder im Parkhaus sich durch NFC die Schranken öffnen. In Deutschland werden Anwendungsmöglichkeiten wie das bargeldlose Bezahlen nur langsam angenommen.

Mit NFC das Smartphone steuern

NFC bietet auch Anwendungsmöglichkeiten, die im alltäglichen Umgang mit dem Smartphone praktisch sind. So erlaubt es der Nahfunk, ähnlich wie über Bluetooth Daten mit einem anderen Gerät auszutauschen. Mithilfe von sogenannten "Tags" kann man sein Smartphone steuern, indem man es nahe an einen zuvor programmierten Aufkleber heranbringt. Dieser kann sich beispielsweise auf dem Nachttisch befinden und das Handy automatisch in den Flugmodus versetzen, oder der Tag klebt im Auto und schaltet MP3-Player und Freisprechmodus an.

Passiver und aktiver Modus

Bei NFC unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Modi. Im passiven Modus ist nur ein Empfangen von Daten möglich und der Chip selber ist inaktiv. Im aktiven Modus können Daten ausgetauscht oder NFC als Lesegerät eingesetzt werden.

Sicherheitsrisiken bei NFC

Besonders wenn es an Daten geht, die mit Geld zu tun haben, werden wir schnell noch vorsichtiger. Wie sicher ist NFC wirklich? Zwar werden Informationen über NFC nur verschlüsselt versendet und auch der kleine Maximalabstand von Sender und Empfänger sollte die Übertragung relativ sicher machen, doch ist relativ uns nicht genug.

Eine der Schwachstellen von NFC ist das elektromagnetische Feld, welches bei der Übertragung von Daten entsteht. Kennt sich jemand aus und besitzt die richtige Technik, kann er noch so schwache Signale abfangen und auswerten. Auch ist es über NFC relativ einfach, Viren zu übertragen, da im passiven Modus Daten einfach empfangen werden, wenn der Sender in Reichweite ist. So zeigt sich: Ganz ohne Schwachstelle ist auch NFC nicht, wenn auch ein Angriff eher umständlich ist.

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