Handy© matusciac / Fotolia.com
LTE

LTE ist der Mobilfunkstandard der vierten Generation. Nachdem LTE zunächst in die Regionen gebracht wurde, in denen es kein schnelles Internet gab, gibt es den Netzstandard nach und nach in immer mehr Teilen Deutschlands. Doch was genau steckt hinter der Bezeichnung LTE und worin unterscheidet es sich von anderen Mobilfunkstandards?

LTE: Die wichtigsten Fakten zum schnellen Mobilfunk

Linden (red) - LTE - das ist die Abkürzung für Long Term Evolution. Dieser neue Mobilfunkstandard soll in Zukunft, zumindest im Bereich der Datenübertragung, die weltweit eingesetzte Mobilfunktechnologie UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ersetzen. LTE unterscheidet sich vom UMTS-Standard vor allem durch die Art und Weise, wie Daten in Funksignale umgewandelt werden.

Diese Umwandlung beruht auf einem neu entwickelten Verfahren, daher ist LTE weitaus weniger fehleranfällig als andere Standards wie beispielsweise UMTS. Auch die Verzögerung zwischen Datenanfrage und – antwort ist deutlich geringer.

Was macht LTE so besonders?

Beim Surfen im Internet, vor allem aber bei den aufwendigeren Anwendungen wie dem Online-Gaming oder der Videotelefonie merkt man, dank der verbesserten Datenumwandlung, kaum noch einen Unterschied zum leitungsgebundenen Internetzugang (DSL, Kabelinternet). Die schnelle Datenübermittlung bringt allerdings auch einige Einschränkungen mit sich: Das LTE-Netz ist nur für den Transport von Daten geeignet, nicht für herkömmliche Sprachtelefonie.

Was kann ich mit LTE alles machen?

Mit dem neuen Mobilfunkstandard kann man extrem schnell surfen und aufwendige Internetinhalte nutzen, aber telefonieren kann man über LTE nicht. Wer das LTE-Netz in Zukunft über ein Smartphone nutzt, muss deshalb möglicherweise den alten UMTS-Standard ebenfalls bemühen, wenn er telefonieren will. Bei den bisher am Markt erschienen Internethandys funktioniert das nur, indem der Übertragungsstandard gewechselt wird. Wenn man also angerufen wird oder selbst telefoniert, wird die Datenübertragung im LTE-Netz unterbrochen. Dafür bietet LTE allerdings Datenübertragungsraten, die bisher im Mobilfunk noch nicht möglich waren.

Wie schnell kann man mit LTE eigentlich mobil surfen?

Während UMTS in der Regel maximal 28 Mbit/s für den Download ermöglicht, können im LTE-Netz bis zu 100 Mbit/s erreicht werden. In Zukunft sollen dank entsprechender Endgeräte sogar bis zu 300 Mbit/s im Download möglich sein. Natürlich hängen auch bei LTE die Datenraten, die erreicht werden, von den gerade gegebenen Netzbedingungen ab. Greifen beispielsweise viele Personen gleichzeitig in einem bestimmten Sektor auf das Netz zu, so nimmt die Surfgeschwindigkeit merklich ab. Auch die Entfernung zur jeweiligen Basisstation spielt für die verfügbare Datenrate eine wichtige Rolle. Je weiter weg der jeweilige Sendemast ist, umso schlechter ist der Empfang. Darüber hinaus können Bäume oder hohe Gebäude das Funksignal stören.

LTE InfografikSo funktioniert LTE: Der Weg vom Funkmast bis zum Kunden. (Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.)© Tarife.de

Worin unterscheidet sich LTE von UMTS?

Im Gegensatz zu GMS oder UMTS spielt bei LTE auch der Übertragungskanal bzw. dessen Bandbreite eine Rolle. Während die Kanalbandbreite beim UMTS-Standard immer gleich bleibt und genau fünf MHz beträgt, kann sie bei LTE zwischen 1,4 MHz und 20 MHz liegen. Die maximale Datenrate hängt beim Mobilfunk immer direkt von der Kanalbandbreite ab. Im Gegensatz zu UMTS oder anderen Mobilfunkstandards gibt es LTE gleich in mehreren Varianten: LTE 800, LTE 1800 und LTE 2600. Die Bezeichnungen beziehen sich auf den Frequenzbereich, der beim jeweiligen LTE-Standard genutzt wird.

Was unterscheidet die LTE-Varianten?

Der Unterschied liegt vor allem in der Reichweite des Funksignals. Im Bereich von 800 MHz (LTE 800) ist die Reichweite am höchsten, so kann man mit nur einer Basisstation LTE-Signale in einem Umkreis von zehn Kilometern ausstrahlen. Mit LTE 1800 (1,8 GHz) erreicht man dagegen nur einen maximalen Radius von sechs Kilometern, LTE 2600 (2,6 GHz) reicht nur für fünf Kilometer.

Für die Netzbetreiber ist deshalb LTE 800 besonders attraktiv. Als die Frequenzen 2010 versteigert wurden, mussten sich die Mobilfunkanbieter, die die Frequenzen ersteigert hatten, daher auch verpflichten, zunächst die Gebiete mit LTE 800 zu versorgen, in denen bis dato kein schnelles Internet verfügbar war. Nachdem die Auflagen für den Ausbau inzwischen weitgehend erfüllt sind, erweitern die Anbieter nach und nach ihr LTE-Angebot auch auf weitere Regionen und Städte.

LTE-Verfügbarkeit überprüfen

Ob man bereits einen LTE-Tarif buchen kann, lässt sich ganz leicht abfragen. Dabei kann man die LTE-Verfügbarkeit am eigenen Wohnort für alle Anbieter gleichzeitig überprüfen.

Aktuelle Nachrichten zum Thema
  • DeutschlandSIM

    DeutschlandSIM: Allnet-Flat mit 2 GB LTE für 14,99 Euro

    DeutschlandSIM bietet seine Allnet-Flat "LTE M" aktuell für 14,99 Euro im Monat an. Der LTE-Tarif beinhaltet unter anderem 2 GB Datenvolumen mit bis zu 50 Mbit/s. Eine SMS-Flatrate ist auch noch inklusive, zudem ist der Tarif monatlich kündbar.

  • Mobil surfen

    Internet-Tarife: Schnäppchen im Januar nicht verpassen

    Günstige Internet-Tarife gibt es zum Jahresauftakt wieder zur Genüge. Wechselwillige müssen einfach nur entscheiden, was sie wollen: Etwa einen Maxdome-Zugang, HD-TV oder Internet via LTE? Das sind unsere DSL-Tipps für den Januar.

  • Sparschwein

    Black Friday: Online-Händler starten Schnäppchen-Tag

    Hunderte Online-Shops bringen am "Black Friday" am 27. November spezielle Angebote und Schnäppchenpreise auf ihre Seiten. Auch vor dem Start gibt es hier und da schon Produkte zu Aktionspreisen.

  • Amazon

    Cyber Monday bei Amazon hat begonnen

    Der "Cyber Monday" bei Amazon hat begonnen. Ab dem 23. November gibt es eine Woche lang insgesamt 10.000 Angebote, bei denen man sich Produkte aus allen möglichen Kategorien günstiger sichern kann. Die Ersparnis soll bei bis zu 50 Prozent liegen.

  • Apple iPhone 6s

    Apple erläutert WLAN Assist: Kein hoher Verbrauch

    Die stark kritisierte iOS-Funktion "WLAN Assist" frisst laut Apple kaum Datenvolumen. Außerdem funktioniere die automatische Mobilfunk-Zuschaltung nicht im Ausland und werde auch nicht für Hintergrunddienste eingesetzt.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top