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KFZ-Steuer

Die Kfz-Steuer ist eine von vielen Steuern, die natürliche und juristische Personen des privaten Rechts bezahlen müssen. Empfänger der Kfz-Steuer ist der Bund; seit Mitte des Jahres 2009 ist die Kfz-Steuer eine Bundessteuer. 15 Jahre später, Mitte 2014, wurde die Kfz-Steuer von der Zollverwaltung als einer Bundesfinanzverwaltung übernommen.

Die Kfz-Steuer – Pflicht für jeden Autobesitzer

Kfz-Steuer und Zulassung zum Straßenverkehr

Zahlungspflichtig für die Kfz-Steuer ist der Halter des Autos, der sogenannte Fahrzeughalter. Zeitgleich mit dem Antrag auf Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr wird das zuständige Betriebsfinanzamt davon informiert. Mit dem Zulassungsantrag erteilt der Kfz-Halter die Ermächtigung zum Einzug der Kfz-Steuer. Einige Zeit später erhält er den Bescheid über die Kfz-Steuer, die anschließend von seinem Girokonto abgebucht, also per Lastschrift eingezogen wird. Die Kfz-Steuer wird für jeweils ein Jahr im Voraus erhoben. Im Gegensatz zur Kfz-Versicherung wird kein Wert darauf gelegt, das Kfz-Steuerjahr dem Kalenderjahr anzugleichen. Durch diesen Automatismus ist sichergestellt, dass jedes zugelassene Fahrzeug auch für die Kfz-Steuer erfasst wird.

Hubraum und Schadstoffemission als Grundlage für die Kfz-Steuer

Für den Pkw bemisst sich die Kfz-Steuer nach dem Hubraum sowie nach dem Schadstoffausstoß je gefahrenen Kilometer. Die Rechtsgrundlage dafür ist § 8 des Kraftfahrsteuergesetzes, kurz KraftStG. Für Personenkraftwagen, die Pkw, wird die Kfz-Steuer in insgesamt sechs Schadstoffklassen unterteilt. Sie gliedern sich ihrerseits in die Otto- sowie in die Dieselmotoren.

Bei der anteiligen Berechnung nach dem Hubraum wird in Erstzulassungszeiträume bis zum 30. Juni 2009, bis zum 31. Dezember 2013 und danach unterschieden. Die sechs Schadstoffklassen sind Euro 3 und besser, Euro 2, Euro 1, nicht schadstoffarm mit sowie ohne Fahrerlaubnis bei Ozonalarm, sowie sonstige Pkw. Aus dieser tabellarischen Übersicht heraus lässt sich für das einzelne Fahrzeug die Kfz-Steuer errechnen beziehungsweise die Richtigkeit der Steuerfestsetzung nachprüfen.

Mindestzeitraum von einem Monat für die Kfz-Steuer

Die Fälligkeit der Kfz-Steuer beginnt mit der Anmeldung des Fahrzeuges zur Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr und endet mit der Abmeldung. Die Kfz-Steuer wird auch dann, also auf jeden Fall für mindestens einen Monat erhoben, wenn die Abmeldung vorher erfolgt. Dieser Sockelbetrag dient zur Finanzierung der ganz allgemein anfallenden Personal- und Verwaltungskosten im Zusammenhang mit der Kfz-Steuer.

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